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So trägt euer Hund das Dummy nach Hause

Im heutigen Blogbeitrag möchte ich euch erklären, wie ich es geschafft habe, dass Flummi ihr Dummy nach Hause trägt. Außerdem habe ich noch Tipps für alle Apportier-Anfänger unter euch! Flummi und ich üben oft das Apportieren und üben auch ansonsten noch ganz viel mit Apportel. Da ich also immer ein 0,5 kg Dummy in der Tasche habe und das auf Dauer recht schwer wird, habe ich begonnen Flummi zu trainieren ihr Dummy selbst vom Trainingsplatz nach Hause zu tragen. Bei uns hat das erstaunlich gut funktioniert. 😊

So trägt euer Hund das Dummy nach Hause

Wie gut apportiert euer Hund?

Bei dieser Übung kommt es ganz darauf an, wie gut euer Hund bereits apportieren kann. Einfach gesagt: wie gut euer Hund Gegenstände vom Boden aufheben kann und ob er euch diese Gegenstände wieder gibt. Bei Flummi war das bereits der Fall, daher war es nicht mehr so schwierig, ihr das dauerhafte Tragen des Dummys beizubringen. 

Apportier-Anfänger

Falls euer Hund das noch nicht kann, würde ich ganz pragmatisch beginnen und ihn dazu auffordern, euch den Gegenstand vor euch zu geben. Dazu reicht manchmal schon ein „Gib es mir“ mit hoher Stimme und das Zeigen auf den Gegenstand. Wenn euer Hund darauf anspricht ist es super gut, falls nicht könnt ihr es auch langsamer aufbauen und mit dem Clicker üben: Jedes Mal wenn euer Hund in die Richtung des Gegenstandes sieht, und später mit der Nase den gewünschten Gegenstand berührt, clickt ihr bzw. sagt euer Markerwort. Dadurch lernt euer Vierbeiner in langsamen Schritten den Gegenstand aufzuheben. 

 

Kennt ihr schon unsere Kontaktübung?

Langes Tragen von Gegenständen

Wenn euer Hund nun sicher Dummys aufhebt, zu euch bringt und es (gegen Futter) wieder hergibt, können wir mit dem langen Tragen beginnen. Ich muss gestehen, bei uns hat es super einfach funktioniert, ich weiß nicht, warum Flummi das so schnell begriffen hat, aber probiert es am Besten aus, wie schnell euer Hund lernt.

Wie schon kurz erwähnt, habe ich Flummi zuerst das Kommando „gib’s mir“ gelernt, in dem ich da Stand und nichts anderes mehr getan habe, als auf den Gegenstand vor mir zu zeigen. Da wir dieses Kommando im Alltag sehr oft benutzen, hatte sie die Bewegung und den Wortlaut, schnell mit dem Kommando verknüpft. Am Ende unserer Trainingseinheiten in der Hundezone habe ich Flummi dann aufgefordert das am Boden liegende Dummy zu nehmen. Sie nahm es und bracht es zu mir, aber anstatt es abzunehmen, habe ich sie ausführlich gelobt und bin gemeinsam mit ihr richtig Wohnung gegangen. Die Leine habe ich übrigens schon vorher angelegt, damit man das Dummy nicht wieder abnehmen muss! 😉

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Nach ca. 5 Meter hat sich Flummi dazu entschieden, dass es super doof ist, das Dummy selbst zu tragen, immerhin hat man dann keine Zeit mehr zum Schnüffeln – also ließ sie es bereits nach so kurzer Zeit wieder fallen und tat so als wäre nichts gewesen. 😂 (Ich glaube sie wollte wirklich, dass ich es nicht bemerke). Ich habe erneut auf das Dummy gezeigt und „Gib’s mir“ gesagt. In 50% der Fälle hat sie es sofort genommen und wir sind weiter gegangen, in den anderen 50% hat sie mich mit einem bösen Blick bestraft und ist einfach davor sitzen geblieben. Eine kleine Geduldsprobe für mich und auch für Flummi, aber letztendlich hat sie es doch genommen und wir sind weitermarschiert. 

Ein wichtiger Tipp und eigentlich auch der essentielle Schritt, wenn euer Hund das Dummy mit FREUDE nach Hause tragen soll: Bleibt am Anfang sehr oft stehen, lasst euch das Dummy von eurem Hund geben, lobt ihn überschwänglich und gebt ihm super-extra-gute-Leckerlis. Flummi wollte nachdem sie eine Fleischpaste erhalten hat, das Dummy sofort freiwillig noch 50 Meter tragen. Denn Dummy = Fleischpaste. Manchmal habe ich das Dummy dann extra einige Meter selbst getragen, Flummi hat dabei meine Hand angestupst und mir zu verstehen gegeben, dass sie es wieder tragen möchte. Denn nichts geht über leicht verdiente Fleischpaste! 😜

Wie die ersten 50 Meter nach Hause anfangs aussehen können:

0 Meter: Hund nimmt Dummy und wir gehen los

5 Meter: Hund lässt Dummy fallen, hebt es nach dem Kommando aber wieder auf und wir gehen weiter

15 Meter: Hund lässt Dummy fallen, hebt es erst nach einiger Zeit etwas wiederwillig auf und wir gehen weiter

17 Meter: Wir bleiben stehen, nehmen unserem Vierbeiner das Dummy ab und belohnen ihn mit den besten Leckerlis und gutem Zureden.

30 Meter: Da unser Hund nun begeistert ist, dass Dummy zu tragen, bleiben wir nach einem etwas größeren Abstand wieder stehen und belohnen ihn aufs Neue.  

50 Meter: Hund lässt Dummy fallen, hebt es nach dem Kommando aber wieder auf und wir gehen weiter

Tipp: Vergesst nicht währenddessen zu loben! Ich hab Flummi die ersten 10 Trainingseinheiten permanent gelobt, wenn wir gegangen sind und sie dabei das Dummy getragen hat. 

Spaß beim Dummy tragen

Diese Übung soll euch und eurem Vierbeiner Spaß machen, wenn ihr merkt, dass euer Hund das Dummy nur mehr wiederwillig aufhebt und damit auch nur noch 2 Meter gehen will, dann schließt die Übung für heute ab. Ihr solltet aber unbedingt darauf achten, dass ihr die Übung positiv abschließt: lasst euren Vierbeiner das Dummy nochmal nehmen und geht bloß 1-2 Schritte und lasst es euch überreichen. Dann lobt ihr euren Vierbeiner überschwänglich und geht gemeinsam nach Hause. 

So hat es bei Flummi und mir funktioniert und nach jedem Training konnte sie ihr Dummy weiter tragen. Ich denke, dass dies eine super gute Übung ist und euch auch als Team stärkt und näher bringt. Viel Spaß beim Üben!

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