Karriere & Hund

Die besten Tipps für Vollzeitjob & Hund! Hundeblogger erzählen!

In der letzten Folge der Interview-Reihe “Vollzeitjob & Hund – Hundeblogger erzählen” verraten wir euch unsere besten Tipps für arbeitende Hundeeltern mit Vollzeitjob. Viel Spaß dabei!


Was sind eure drei besten Tipps für arbeitende Hundeeltern mit  Vollzeitjob?

Kellie mit Amy, Blanket und Kimi von Yorkshire Terrier Blog

  1. Überlegt Euch schon vor der Anschaffung eines Hundes, ob ein Hund in euer Leben und Eure Jobverhältnis passt und vor allem auch, wie Ihr die Zeit während Ihr arbeitet organisieren könnt. Gibt es Familienmitglieder oder Freunde, die tagsüber auf Euren Hund aufpassen können?
  2. Soll es ein Welpe sein? Dieser muss das Aleinebleiben erst lernen, und das dauert unter Umständen sehr lange. Es gibt aber auch Hunde, die überhaupt nicht gut alleine bleiben können und dann die Wohnung verwüsten oder permanent Lärm machen. Vielleicht ist ein erwachsener Hund aus dem Tierheim oder Tierschutz die bessere Alternative, wenn er das Alleinebleiben bereits gelernt hat.
  3. Sprecht im Vorfeld mit eurem Arbeitgeber über euren Wunsch Hundehalter zu werden. Heutzutage gibt es viele Arbeitgeber, die absolut tolerant und flexibel sind. Vielleicht könnt Ihr eure Arbeitszeiten anders organisieren oder teilweise von Zuhause arbeiten. Gerade wenn Ihr zu zweit seid, läßt sich so meist eine für alle gute Lösung finden.

 

Sandra mit Lis und Charlie von Dreipunktecharlie

Wow, das ist eine schwierige Frage. Es hängt doch immer viel von den Rahmenbedingungen ab. Und die sind bei uns derzeit ideal. Also mag ich gerne drei Tipps für den Hund im Büro geben:

  1. Abstimmung im Unternehmen – Eine Betriebsvereinbarung ist grundlegend und unverzichtbar in meinen Augen. Darin sollten die Regeln für alle Beteiligten niedergelegt sein. Und natürlich das Einverständnis der Kollegen. Als ich Charlie als Zweithund zu mir geholt habe, habe ich die Kollegen involviert, habe ihnen vorher Fotos gezeigt, von Charlie erzählt und mir ihre Zustimmung geholt.
  2. Notfall-Optionen – Wenn Charlie und Lis krank sind, kann ich sie nicht mit ins Büro nehmen. Also braucht es hier Notfall-Optionen zur Betreuung. Die sollte jeder Hundehalter haben, oder?
  3. Erziehung ist grundlegend. Der berufliche Alltag klappt nur, wenn wir uns blind verstehen. Es gibt Phasen der konzentrierten Arbeit, hier müssen die Hunde im Ruhe-Modus sein und sollte nicht stören. Konditionierte Entspannung hilft da sehr. Und übertragbare Kommandos machen es für die Kollegen angenehm im Umgang mit den Hunden. Es ist nützlich, wenn Charlie das „Sitz“ auch von anderen akzeptiert und es stärkt die Freude und somit Akzeptanz, wenn er auch bei anderen „High five“, „Dreh Dich“ oder sonstigen Unfug macht.

 

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Anja mit Hugo und Rocky von Vet Dogs

  1. Löse Dich von deinem schlechten Gewissen. Wir alle müssen arbeiten um unser Leben finanzieren zu können. Versuche statt „der arme Hund, morgen muss er schon wieder 6 Stunden alleine bleiben“ lieber das positive zu sehen, z. B. „morgen Abend gehen wir zur Hundeschule und haben einen schönen Abend“. Davon habt ihr beide mehr.
  2. Ich gebe unseren Hunde gerne etwas zum Beschäftigen bevor ich zur Arbeit muss, zum Beispiel einen gefüllten Kong oder einen Futterball. Die Hunde freuen sich schon jeden Tag darauf. Es ist quasi zu unserem Ritual geworden.
  3. Übe früh und konsequent das Alleine bleiben. Nichts ist schlimmer, als die Gewissheit, dass dein Hund nicht alleine bleiben kann. Wenn deine Gedanke ständig um deinen Hund kreisen. Wird er ruhig sein? Macht er wieder etwas kaputt? Bellt er die ganze Zeit oder weint er? Dann kannst du nicht in Ruhe arbeiten. Von daher, übe fleißig das Alleine bleiben, bis es zu 100 % sitzt.

 

Eva & Kuma von Undercover Labrador

  1. Ein Bürohund ist die beste Stimmungskanone überhaupt. Oft sind Bürohunde nicht erlaubt, weil der Chef gar nicht weiß, welche Vorteile dahinter stehen. Deswegen unser erster Rat. Bereitet euch gut vor, zeigt die Vorteile auf, untermalt diese gerne mit Statistiken. Wir kennen Hundehalter die auf Grund einer Powerpoint Präsentation den Hund mit ins Büro nehmen durften. Deswegen niemals aufgeben und anstatt betteln, euren Standpunkt mit Fakten untermalen.
  2. Habt immer einen Plan B für den Notfall. Einen Hundesitter, Freunde, Verwandte, Bekannte, irgendwer der euch zur Not helfen kann. Nur so könnt ihr euch voll und ganz auf die Arbeit konzentrieren.
  3. Plant euren Tag schon vorher, so könnt ihr die Zeit mit eurem Hund am besten Nutzen. In der Pause ein Spiel mit der Reizangel oder am Abend noch ein kleines Hundetraining einschieben. Zeit mit eurem Hund bedeutet, dass ihr euch auch nur um Ihn kümmert und wie bei einer guten Freundin, solltet ihr vorher planen, was ihr unternehmen wollt.

 

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Katarina und Loki von Loki der Labrador

  1. Stress dich nicht unnötig! Gerade bei meiner letzten Anstellung (Teilzeit) habe ich mich selber ganz stark unter Druck gesetzt und bin in meiner Mittagspause sogar nach Hause gependelt. Das schlaucht (gerade im Hochsommer) allerdings ganz schön und das Ergebnis war, dass ich unsere gemeinsame Zeit nicht genießen konnte und nur gestresst war. Den Stress hatte ich mir aus Angst gemacht ihm nicht gerecht werden zu können, da ich vorher sehr viel mehr Zeit für ihn hatte (während ich einige Monate lang auf Jobsuche war). Es ist schwer die richtige Balance zu finden, da man ja auch seinem Hund gerecht werden will und oft ein schlechtes Gewissen hat.
  2. Gute Organisation und Unterstützung sind das A und O! Ohne meinen Mann müsste ich auf einen Dogsitter o.ä. zurückgreifen. Darüber hatten wir im Vorfeld auch schon nachgedacht und jemanden ins Auge gefasst, aber Loki ist anderen Hunden oft zu nervös und aufdringlich, weil er ständig zum Spielen animiert. Daher habe ich meine Zweifel, ob das gut gehen würde. Eine HuTA kommt für uns nicht in Frage, da er dann den ganzen Tag über nicht schlafen würde. Und gerade Loki ist ein Hund, der seinen Schlaf dringend braucht und ohne ihn ein schlimmes Nervenbündel wäre.
  3. Führt Routinen ein! Routinen helfen nicht nur mir alles unter einen Hut zu bringen, sondern geben Loki auch Sicherheit und Stabilität. Da ich durch den Vollzeitjob jetzt noch weniger Zeit habe, habe ich mir mal aufgeschrieben, wann ich was am Tag mache und Zeitblöcke erstellt. Mit der sogenannten Timeblocking-Methode kann ich meinen Alltag besser strukturieren und planen, wann ich beispielsweise realistisch Zeit habe an meinem Blog zu arbeiten.

 

Kerstin & Flummi von Flummi’s Diary

  1. Planung und Organisation ist ALLES. Bereitet euch also gut vor und macht euch wenn nötig auch Pläne und anfangs auch Listen, wie ihr Job & Hund unter einen Hut bringen wollt.
  2. Betreuungsmöglichkeiten. Wenn euer Hund nicht gerade das Glück hat mit in das Büro zu dürfen, solltet ihr euch überlegen, wie ihr euren Hund im Notfall, oder auch so unter der Woche unterbringen und beschäftigen könnt. Egal ob Dogsitter, Hundetagesstätte oder mal zu den Eltern, euer Hund wird sich bestimmt über die zusätzliche Aufmerksamkeit freuen
  3. Kopfarbeit bringt’s! Geistige Auslastung ist für mich der Schlüssel für einen entspannten Hund während man arbeiten ist. Denn wenn man bereits in den frühen Morgenstunden den Hund pusht und er zB. versehentlich einem Hasen hinterher jagt oder genauso schlimm, er 30x den Ball für euch holen soll,  wird euer Hund 10 Minuten später, wenn ihr das Haus verlasst, nicht ruhig auf seinem Bettchen sitzen könne, weil sein Adrenalinspiegel einfach zu hoch ist. Daher empfehle ich besonders am Morgen ruhige, geistige Auslastung. Denn beim Tricksen und Schnüffeln wird euer Hund mindestens genauso müde, wie nach einem langen Spaziergang.

Die besten Tipps für Hund trotz Vollzeitjob von uns Hundebloggern für euch! Das war der letzte Beitrag dieser Serie. Ich hoffe es hat euch genau so gut gefallen wie uns! Viel Spaß auch mit den anderen Beiträgen dieser Serie, hier findet ihr übrigens alle Blogbeiträge zu diesem spannenden Thema!

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