Warum einen Labrador? – inklusive Rasseporträt

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Einen Beitrag den ich schon lange geplant habe und den ich nun endlich auf Papier bringe. Warum einen Labrador? Diese Frage wird mir ganz oft gestellt. Es gibt unzählige andere Hunderassen und ich hab‘ mir genau eine der beliebtesten und gängigsten Hunderassen ausgesucht. Warum ich mich für einen Labrador entschieden habe und ob ein Labrador vielleicht auch eure Herzens-Rasse ist, erfahrt ihr in diesem Blogbeitrag.

Labrador – ein Familienhund?

Auf den meisten Tierseiten mit Hunderassenbeschreibungen ist immer nur vom Labrador, DEM perfekten, anpassungsfähigem Familienhund die Rede. Auch in diversen Hundebüchern findet man den Labrador immer nur neben dem Golden Retriever als idealen Familienhund. Ja, ein Labbi ist ein  guter Familienhund, aber das ist noch lange nicht alles. Ein Labrador ist ein Hund der viel Bewegung, Auslauf und vor allem geistige Auslastung braucht. Warum das so ist?

Labrador – ein Meister der Jagd

Warum geistige Auslastung und ausreichend Auslauf für den Labrador so wichtig sind hat folgenden Grund: Viele wissen nicht, dass der Labrador ein Jagdhund ist. Kein Jagdhund der das Wild „zur Strecke“ bringt, sondern ein Jagdhund der geschossenes Wild wie zum Beispiel Enten, sucht, findet und apportiert. Der Labrador ist also ein absoluter Arbeitshund. Er liebt es eine Aufgabe zu haben und blüht mit Arbeit richtig auf. Als Familienhund, der keine Herausforderung hat und „nur“ zur Bespaßung und für Spaziergänge gehalten wird, wird der Labrador sein Potenzial nicht ausschöpfen und sicher nicht zu 100% zufrieden sein.

Der Deutsche Retriever Club schreibt auf seiner Website zur Auslastung eines Labradores: „Obwohl als „Gebrauchshund“ gezüchtet, führt heute ein großer Teil der Labradore das Leben eines reinen Familienhundes. Tatsächlich besitzt er viele Eigenschaften, die ihn hierfür geradezu prädestinieren. Trotzdem sollten Labradorbesitzer niemals vergessen, dass ihr Hund für ein aktives Leben voller Aufgaben gezüchtet worden ist.“

Dieses aktive Arbeitsverhalten und der Wille zur Arbeit, kann ich bei Flummi nur bestätigen. Ich bin für uns beide noch immer auf der Suche nach einer Herausforderung. Zurzeit üben wir für Dogtrekking. Dort ist es die Aufgabe des Hundes einen Rucksack zu tragen und brav an der Leine mit Bauchgurt zu ziehen. Das Apportieren mag Flummi – ganz untypisch für einen Labbi – nämlich gar nicht. Sie kann mit dem Dummy nichts anfangen. Aber ganz egal was ihr mit euerm Hund macht, ein Labbi wird am glücklichsten sein, wenn ihr ihm eine Aufgabe gebt und ihn dementsprechend auslastet. 😊

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Rasseporträt des Labradors

Das Aussehen des Labradors

Die Größe und das Aussehen eines Labradors können je nach Geschlecht stark variieren. So erreicht eine Labrador-Hündin nur eine Schulterhöhe von ca. 54 – 56 cm und ein Gewicht zwischen 25 – 32 kg. Ein Rüde kann hingegen ca. 56 – 57 cm groß und zwischen 29 und 36 kg schwer werden. Beide Geschlechter haben einen sehr kräftigen und kompakten Körperbau. Besonders der große Kopf zeichnet einen Labrador aus. Hier muss aber zwischen Show- und Arbeitslinie unterschieden werden. Labradore aus Arbeitslinien (auch Field-Trial-Linie genannt) sind meistens kleiner, nicht so stämmig und wirken auch agiler. Auch die Schlappohren und der Schwanz, der einer Otterrute ähnelt (das fällt einem erst so richtig in Action auf!) sind ganz typisch für den Labbi.

Den Labrador gibt es „offiziell“ in drei Farben: Braun, Schwarz und Gelb.  Inzwischen sieht man auch oft Silver Labradore, die sind aber nicht vom FCI anerkannt, da es (angeblich) gesundheitliche Auswirkungen auf den Hund haben kann. Grundsätzlich, egal welche Farbe, ist das Fell des Labradors kurz, dicht, hart und mit ganz viel Unterwolle. Das Fell sollte außerdem glatt sein, Flummi hat aber am Hintern eine Art Dauerwelle und sie hat damals bei den Shows super abgeschnitten. 😉

Der Charakter des Labradors

Labradore sind sehr aktive und arbeitsfreudige Hunde. Wie schon erwähnt, ist der Labrador nach wie vor ein Jagdhund, dessen Aufgabe vor allem das Apportieren von Geflügel war. Der Labrador ist aber nicht nur perfekt für die Arbeit, sondern auch ein Menschenliebhaber. 🖤 Bekannt ist der Labrador, so wie die meisten Retriever, für seinen starken will-to-please. Auf Deutsch: Seinem Menschen gefallen und es immer recht machen zu wollen. Grundsätzlich ein perfekter Anfängerhund, wenn man genug Motivation, Leidenschaft für die Rasse und Zeit mitbringt.

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Warum ich mich für einen Labrador entschieden habe?

Wie das genau war, weiß ich gar nicht mehr genau. Schon vor zwei Jahren bin ich auf den Labrador gekommen. Mich haben die Rasseeigenschaften wie gutmütig, ruhig aber gleichzeitig aktiv und die Familienfreundlichkeit sehr angesprochen. Außerdem hat ein Labrador laut Rassestandard eine angenehme Größe (das die Größe von Labbis extrem variieren kann, weiß ich auch erst seit ich Flummi habe..), ist familienfreundlich und hat einen ausgeprägten will-to-please der mich für den Labrador als Anfängerhund bestärkt hat. Das Flummi, meiner Meinung nach, sehr vom typischen Rasseprofil abweicht, macht das Zusammenleben mit ihr umso spannender. Flummi hat ihren eigenen Kopf, macht manche Dinge nur, wenn sie Lust drauf hat. Sie hasst das apportieren und findet es komplett unnötig.

Passt ein Labrador zu mir?

Diese Frage sollte sich jeder von euch nochmals stellen. Am besten lest ihr auch noch mal meinen Blogbeitrag „Welcher Hund passt zu mir?“ dort findet ihr alle Fragen die ihr euch vor dem Hundekauf überlegen solltet. Vielleicht entdeckt ihr auf diesem Wege auch noch andere Rassen die euch interessieren. Zurzeit interessiere ich mich zum Beispiel für die Rasse Australien Shepherd, aber auch weiße Schäferhunde und Huskys faszinieren mich. Trotzdem weiß ich, das ein Labrador für mich die beste Entscheidung war! ❤️

Wie habt euch ihr für eine Rasse entschieden? Habt ihr sogar einen Labbi? Ich freue mich auf eure Geschichten!

Flummis-Diary

 

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2 thoughts on “Warum einen Labrador? – inklusive Rasseporträt

  1. Bevor Aaron bei mir einzog, lebte noch Kessi unsere Schäferhund / Whippet Mischlungsdame bei uns und wurde 15 Jahre alt. Als wir sie gehen lassen mussten, schaute ich von kleinen bis großen Hunden. Denn als Kind bin ich zum Beispiel mit Zwerpudeln (die meine Eltern aus dem Tierheim adoptiert hatten) aufgewachsen. Da ich mit meinem Bruder und seiner Familie in einer Straße wohnte und er zu der Zeit einen 6 Jahre alten Labrador Rüde hatten, spielte in meine Entscheidung auch stark rein, dass die Hunde sich auf jeden Fall jeden Tag sehen würden und auch die Kinder meines Bruders immer mit von der Partie sein würden. Ich wollte also einen Hund, der später einen gewisse Ruhe mitbringen sollte, gerne mit einem kumpelhaften Labrador spielt und mit mir ganz viel unternehmen sollte. War doch fast klar, dass ich dann selbst nach einem Labrador schaute.
    Ich fand dann Aaron, den letzten eines Wurfes, schon älter als 8 Wochen, die Geschwister bereits ausgezogen und er als quirlige pummelige schwarze Fellkugel um seine Mutter rum hopsend.
    Der Kerl fand sein Spielzeug cooler als die Menschen und guckte einen frech an. Das war für mich irgendwie Liebe auf den ersten Blick. Einfach dieser pure Schalk aus den Augen.
    Besonders hübsch war er als Welpe auch nicht. Von der Größe war alles möglich, Mutter zart, Vater typisch kräftig…tja….
    Aaron wurde dann ein Taschenlabbi, 27 kg Gewicht, kompakt und sportlich. Kleiner als andere Rüden und vor allem nicht wuchtig.
    Mittlerweile ist er 8 Jahre alt und immer noch ein cooler Typ. Er hat all meine Wünsche erfüllt und noch viel mehr möglich gemacht.
    Ich würde mich auch wieder für einen Labrador entscheiden.
    liebe Grüße
    Sandra mit Aaron

    1. Hallo Sandra! OMG das ist ja mal eine wirklich süße Geschichte. Aaron würde sich sicher gut mit Flummi verstehen! Sie ist auch eher klein für einen Labbi und ist ebenfalls ein kleiner Wirbelwind mit dem Schalk in den Augen! Es freut mich sehr, dass du einen so wundervollen Hund mit Aaron gefunden hast! 🙂

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