HundealltagLeben mit Hund

Warum die Hundetagesstätte Flummi nicht wollte

Hundetagesstätte – ein Erfahrungsbericht oder warum es Flummi’s erster und letzter Tag in der Hundetagesstätte war

Wie ihr euch vielleicht noch erinnern könnt, hatten wir im März unseren bis jetzt größten Fauxpas! Flummi war zum ersten Mal in der Hundetagesstätte. Endlich öffnete sie nämlich am 1. März ihre Pforten und ich war Feuer und Flamme, dass Flummi nun endlich viel Spaß hätte, wenn ich Arbeiten bin. Aber wie es oftmals so ist: zu früh gefreut. Warum die Hundetagesstätte für Flummi nun Geschichte ist, erzähle ich euch heute!

Die Hundetagesstätte – ideal für arbeitende Hundeeltern

Besonders für arbeitende Hundeeltern gibt es eigentlich nichts Idealeres als eine Hundetagesstätte. Man bringt den Hund am frühen Morgen hin, er spielt dort den ganzen Tag mit anderen Hunden und den Betreuern und am Abend holt man den sau-müden Hund wieder ab. Bis auf die abendliche Pinkelrunde hat man also für einen Abend „frei“.

Für alle die das jetzt mit einem entsetzen auf den Augen lesen: Leute, ja es kann auch mal schön sein, wenn man keine 1,5 Stunden am Abend spazieren geht und auch mal das Dummytraining und das Tricksen ausfallen lässt. Immerhin sind auch wir Hundeeltern nur Menschen und brauchen mal eine Pause.

 

Der große Tag

So weit so gut, ich habe also einen Termin in der Hundetagesstätte vereinbart und war froh, dass auch am selben Tag ein Labbi-Freund von Flummi in der Tagesstätte zu Besuch war. Ich hab Flummi mit Leine und Leckerlis dort gelassen und die Betreuerin hat sich mächtig über Flummi gefreut und wollte auch so gleich mit ihr spielen um sie besser kennenzulernen. Guten Gewissens bin ich in die Arbeit gefahren und am Abend pünktlichst wieder vorm Eingang der Hundetagesstätte gestanden.

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Polizeihund Flummi?

Bereits am Eingangstor kam mir aber eine sichtlich aufgebrachte Frau entgegen und rief nur: „Sind sie das Frauchen von der Flummi? Sagen Sie, ist Flummi ein Polizeihund?“. Mein erster Gedanke war bloß: Oh ooh! Wie sich im Gespräch herausstellte, war Flummi bis zum späten Vormittag ein sehr vorbildlicher Gast, hat nicht gebellt und mit ihrem Hundekumpel gespielt. Aber dann ist es passiert: ein Australian Shepherd Rüde ging an Flummi’s und Balou‘s eingezäuntem Gehege vorbei. Der Aussie ist anscheinend unverträglich mit anderen Hunden und dürfte sehr intensiv zu Flummi geblickt haben. Wie ihr Flummi vielleicht bereits kennt, könnt ihr euch vorstellen, was passiert ist: Sie hat den Blick als „Drohung“ aufgefasst und ist wie eine Staffelläuferin über fünf 1,70 Meter hohe Zäune gesprungen um den Aussie in seinem Gehege zu besuchen. Die Besitzerin war komplett aufgelöst und meinte nur, dass sie so etwas noch nie gesehen hätte, die meisten Hunde versuchen über den Zaun zu kommen, oder plagen sich dabei, aber Flummi sei graziös wie eine Elfe über fünf (!) Zäune in einem Lauf gehüpft.

Natürlich ist beiden Hunden nichts passiert, denn sie konnten voneinander getrennt werden. Außerdem wollte Flummi sich den Aussie wohl nur mal „näher ansehen“. Die Ausschüttung des Adrenalins und die Maßnahmen der Besitzerin der Hundetagesstätte dürfen aber Flummi nicht wirklich gut getan bzw. gefallen haben. Nach dieser Aktion kam sie nämlich in ein ausbruchsicheres Gehege. Jedoch stand sie auch dann, 10 Minuten nachdem sie dort hinein verfrachtet wurde, wieder vor dem Bürohäuschen der Hundetagesstätte und wollte gestreichelt und bespaßt werden.

 

Einmal ein Springer immer ein Springer.

Oh ja, Flummi ist ein hoffnungsloser Fall und durch ihre Sprungkraft und ihre Hartnäckigkeit haben wir auch den „Platz“ in der Tagesstätte verloren. (Meine Mama meinte übrigens nur, das wird etwas, wenn du mal Kinder hast…) Der Grund dafür ist für mich komplett nachvollziehbar, denn wenn ein Hund einmal über einen Zaun springt, weiß er, dass er es kann. Dieses Mal hatten wir Glück, weil Flummi nicht raus gesprungen ist und auf die Straße oder in das Feld. Aber so eine Situation kann man nicht ausschließen und deshalb hat Flummi Hundetagesstätten-Verbot.

 

Gefühlschaos

Grundsätzlich muss ich sagen, dass ich gemischte Gefühle für diese Situation hege:

  • Verunsichert, weil mein Hund auch hätte flüchten können und sie vielleicht verletzt wäre
  • Stolz, weil Flummi eine so agile Springerin ist
  • Amüsiert, weil die Geschichte einfach zu witzig ist, wenn man sie erzählt
  • Frustriert, weil ich mir so sehr eine Tagesbetreuung für Flummi gewünscht hätte

 

Das Leben ist ein Abenteuer

Diese Geschichte ist für mich wieder einmal der Beweis, dass da Leben mit Hund  – besonders mit Flummi – ein einziges Abenteuer ist und ich kann euch gar nicht sagen wie froh ich bin, diesem Abenteuer beiwohnen zu dürfen! ❤️

 

Hattet ihr auch schon mal solche Erlebnisse mit euren Hunden?

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6 comments

  1. Haha 😉 Da ist ja wirklich eine witzige Geschichte entstanden,
    so was könnte man sich bestimmt nicht im Traume ausdecken,
    aber die Liebe Flummi gibt sich ja richtig Mühe!

    Zum grossen Glück ist ihr dabei nicht’s passiert. *phuu…

    Letty ist ja auch so eine Ausbrecherin.

    Sie hat schon manchen Zaun überwunden oder irgendwo ein Schlupfloch entdeckt. Alleine Einkaufen gehen und Sie im Garten Zuhause zurück lassen… Traumdenken!
    Kaum hab ich ihr den Rücken zugekehrt, steht sie auch schon wieder neben mir.
    Also konnte ich mir die schöne Idee: Ich Einkaufen und Hund im Garten Hund sein lassen, geradewegs wieder abschminken.

    Liebe Grüsse aus der Schweiz.

    1. Haha, ja das tut sie wirklich 😉
      Ja zum Glück!!

      Hihi, Letty hört sich ja auch richtig abenteuerlich an! Obwohl du es ja so gut mit ihr meinst, alleine im Garten! 😀

      Liebe Grüße in die Schweiz,
      Kerstin

  2. Wie lustig!
    Nomen est Omen.
    Ich frage mich nur, ob sie so heißt weil sie so springt oder umgekehrt.
    Liebe Grüße
    Silje

    1. Hallo Silke! 🙂
      Haha, das kann ich dir beantworten – sie heißt so, weil sie so springt.
      Ihr „offizieller“ Name ist „Flower von der Sommerhöhe“. 😂

      Liebe Grüße,
      Kerstin

  3. Ich gebe zu, ich musste bei dem Beitrag auch recht herzhaft lachen – obwohl es bei genauerer Überlegung natürlich nicht so lustig ist. Flummi hätte etwas passieren können und natürlich war es auch für die Betreuung anstrengend. Aber es ist eben nicht jeder Hund für jede Betreuung geeignet 🙂
    Ich kann gut verstehen, dass Du Dich über die Möglichkeit gefreut hast. Wirst Du nach einer anderen Möglichkeit suchen?

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Cara und Shadow

    1. Hallo Isabella! 🙂

      Ja man kann sich ein Lachen dennoch nicht verkneifen. Ich hab auch lachen müssen, nachdem ich den ersten Schock überwunden hatte. 😉
      Leider gibt es in der näheren Umgebung ansonsten keine Hundetagesstätten. Alle die es in Oberösterreich sonst noch gibt, liegen weit außerhalb meiner täglichen Arbeitsroute, was eher kontraproduktiv wäre. 😅

      Liebe Grüße,
      Kerstin & Flummi

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