Vielleicht habt ihr es schon gesehen, gehört oder gelesen: Seit 13. Jänner 2020 gibt es ein neues Content-Format von mir für euch: einen Hunde-Podcast!Gemeinsam mit Laura von Pfötchentraining haben wir WAU – österreichischer Hunde-Podcast gestartet! Nach langen Überlegungen und Tüfteleien können wir euch nun endlich dieses Herzensprojekt vorstellen. 😄
Worum geht es in WAU – dem österreichischen Hunde-Podcast?
Laura und ich möchten euch praktische und leicht umsetzbare Tipps für entspannten Alltag mit Hund mit auf den Weg geben. Es geht uns dabei nicht darum euch zu erzählen, wie das ganze aussehen kann, sondern wirklich darum einzelne Themengebiete gezielt für euch aufzubereiten. Bei jeder Podcast-Folge wo es notwendig ist, findet ihr auch eine konkrete Step-by-Step Anleitung in den dazugehörigen Blogbeiträgen auf www.wau-hundepodcast.com.
Aktuelle Podcast-Folgen von WAU
Seit dem Start können wir euch bereits 4 Folgen von WAU vorstellen:
Hier erzählen wir euch, wie wir uns kennengelernt haben und was uns verbindet. Außerdem erfahrt ihr noch so einiges über unsere Lieblings-Vierbeiner und unsere Liebe zum Hundetraining
Eines der wichtigsten Dinge im Alltag mit Hund ist tatsächlich das Deckentraining. Denn damit kann euer Hund überall entspannen, wenn man die Übung richtig aufbaut!
Der Maulkorb ist in Österreich in allen öffentlichen Verkehrsmitteln und auch an vielen anderen Orten Pflicht. Darum ist es wichtig, eurem Hund mit dem richtigen Training das entspannte Tragen eines Maulkorbes zu ermöglichen.
Wir freuen uns sehr über eure Bewertung des Podcasts! Egal ob bei iTunes, Facebook, Spotify oder auf Youtube! ❤️
WAU: so geht es weiter!
Ab sofort erscheint jeden Montag eine neue Folge von WAU – dem österreichischen Hunde-Podcast.Da wir den Podcast ja für euch machen, freuen wir uns sehr über euren Input und eure Themenwünsche!
Silvester entspannt meistern – mit diesen 12 Tipps klappt es
Hallo & Herzlich Willkommen! Heute melde ich, Laura, mich auf Kerstin’s Blog zu Wort. Warum?
Ich möchte dir ein paar Tipps & Tricks verraten, damit du ein entspanntes Silvester mit Hund erleben kannst. Ich bin Hundetrainerin und lebe mit einer recht entspannten Hündin zusammen. Meine Eltern jedoch haben leider eine Angsthündin was Silvester, Gewitter und Co. betrifft, dennoch haben wir auch bei ihr mittlerweile Mittel und Wege gefunden, wie Silvester entspannt ablaufen kann. Allerdings, egal ob dein Hund bisher Angst gezeigt hat oder nicht, gilt in der Zeit rund um Silvester besondere Vorsicht.
Was genau du beachten solltest, erkläre ich dir im Folgenden. HIER findest du eine Möglichkeit, welche du dauerhaft einsetzen kannst, um deinem Hund neben den folgenden Tipps zu helfen. Bei Lucy, der Hündin meiner Eltern, wirkt es Wunder.
So führst du deinen Hund zu Silvester
Führe deinen Hund bitte in jedem Fall am Geschirr beziehungsweise Sicherheitsgeschirr wenn dieser Angst hat. Damit deinem Hund dieses Geschirr auch wirklich nicht unangenehm ist ist es wichtig, dass dein Hund keine negative Verknüpfung zum Geschirr hat und dass dieses gut sitzt. Wie du ein Geschirr positiv aufbaust erfährst du HIER. Neben dem Geschirr würde ich dir außerdem empfehlen, deinem Hund auch ein Halsband drauf zu geben und ihn doppelt zu sichern = am Halsband und Geschirr gleichzeitig anleinen. Denn: wenn er sich von einem der beiden Dinge befreit hast du eine Notfallsicherung!
Managementmaßnahmen
Wichtig ist aber nicht nur, dass du mit deinem Hund die Spaziergänge überstehst, sondern auch, dass dein Hund im Haus / in der Wohnung nicht gestresst ist. Du kannst deinem Hund hier mit einem KONG oder einer Schleckmatte helfen. Diese befüllst du zum Beispiel mit Nassfutter, Topfen oder Streichwurst und bietest sie dann deinem Hund an. Schlecken wirkt für viele Hunde beruhigend.
Außerdem kannst du selbstverständlich mit Kauartikeln arbeiten. Manche Hunde schlecken lieber, die anderen kauen lieber. Hab in jedem Fall einige verschiedene Kauartikel zu Hause um gut vorbereitet zu sein.
Solltest du jedoch einen Hund haben, bei dem die oben genannten Managementmaßnahmen nicht mehr helfen, pack ihn vorab ins Auto und fahre auf die Autobahn. Denn: wenn dieser Blogbeitrag erscheint wirst du wahrscheinlich keine Zeit mehr für eine effektive Desensibilisierung haben. Im Auto mit eingeschalteter Musik lässt sich die Silvesterknallerei gut überstehen.
Manche Hunde finden die Silvesterknallerei gar nicht mal so blöd, aber doch irgendwie aufregend. Deshalb empfiehlt es sich, ruhiges Verhalten auch bei diesen Hunden zu verstärken. Die Basics des Clickertrainings (der Clicker hilft dir dabei, deinen Hund auch wirklich im richtigen & ruhigen Moment zu belohnen) findest du in meinem E-Book „Vom Welpen zum erwachsenen, alltagssicheren Hund“ – HIER geht es zum Buch.
Des Weiteren solltest du alle Fenster geschlossen lassen, die Jalousien runter lassen und die Vorhänge zuziehen. Schalte außerdem den Fernseher / die Musik etwas lauter ein und dann bekommt dein Hund gar nicht mehr so viel von den Silvesterknallereien mit.
Für alle HundebesitzerInnen gilt: geh mit deinem Hund nur mehr gesichert und etwas früher als sonst raus. Also auf alle Fälle vor 22 Uhr! Der Freilauf sollte für 3 Tage vor und nach Silvester gestrichen werden (außer auf gesichertem Gelände) – vor allem wenn man einen Angsthund hat. Viele Menschen schießen bereits davor und auch danach noch, trotz Verbot.
Hilfemaßnahmen
Wenn Managamentmaßnahmen wie Kauen und Schlecken nicht helfen und du keine Chance hast auf die Autobahn zu fahren, dann hol dir bereits vorab ein Thundershirt. Diese Art von „Einengung“ wirkt auf viele Hunde beruhigend. Allerdings muss dein Hund auch dieses Shirt vorab bereits gut kennenlernen.
Außerdem kannst du deinem Hund mit Baldriantropfen helfen. Aber Achtung: besprich dies bitte mit deinem Tierarzt!
Natürlich spielst auch du eine große Rolle denn: dein Hund spiegelt dich. Deshalb ist es wichtig, dass du Ruhe ausstrahlst. Tu so, als wäre alles normal.
Kann ich meinen Hund an Silvester alleine lassen?
Wahrscheinlich stehst du nun da und fragst dich, ob dein Hund an Silvester denn alleine gelassen werden sollte? Tatsächlich würde ich persönlich diese Frage immer mit NEIN beantworten denn: selbst wenn dein Hund nun Jahre lang keine Angst gezeigt hat, kann er plötzlich Angst haben. Und wenn er dann alleine ist, wird es nicht besser. Wenn du jedoch sagst, dass du nicht da sein kannst, sprich mit Familie oder Freunden. Hunde sollte eigentlich in keinem Fall an Silvester alleine sein, denn leider gibt es auch immer wieder Quergänger.
Happy New Year
Ich wünsche dir und deinem Vierbeiner ein entspanntes Silvester mit Hund. Mehr über mich und mein Hundetraining sowie meinen Trainingsblog findest du HIER. Falls du keinen Hund hast der Angst hat, aber eine Katze, dann melde dich ebenso gerne bei mir. Ich bin Hunde- und Katzentrainerin.
Endlich ist er da, der Blogbeitrag in dem ich endlich mein lange gehütetes Geheimnis verraten möchte: Ich möchte Hundetrainerin werden. Aber erstmal einen großen Schritt zurück: Ich starte eine Hundetrainer-Ausbildung. Besonders für meine Familie und meine Arbeitskollegen scheint das etwas komisch zu sein, denn will ich meinem gut bezahlten Job im Content Marketing den Rücken kehren und jetzt plötzlich eine neue Laufbahn als Hundetrainerin einschlagen? Ganz ehrlich: Ich weiß es noch nicht! Was ich aber weiß ist, dass mich alle Themen rund um den liebsten Vierbeiner des Menschen wahnsinnig interessieren. Ich liebe es neue Dinge zu lernen und mich weiterzubilden und wie ginge das in der Hundebranche besser als mit einer umfangreichen Hundetrainer Ausbildung!
Wo mache ich die Hundetrainer-Ausbildung?
Da ihr euch jetzt bestimmt fragt wo ich meine Hundetrainer Ausbildung mache und warum ich mich genau für diese Ausbildung entschieden habe, werde ich es euch natürlich ganz genau erläutern. Ich habe mich für die Hundetrainer-Ausbildung bei Ziemer & Falke entschieden. Im Raum stand natürlich auch noch ATN. Dennoch ist es Ziemer & Falke geworden, weil ich es einen Tick persönlicher finde und die Ausbildung auch nur ein Jahr dauert. Ja ich weiß, wenn eine Ausbildung länger dauert, lernt man vielleicht auch mehr, aber trotzdem hat mir mein Gefühl zu verstehen gegeben, dass ich dort richtig bin. Da ich ja sowieso ein kleiner Streber bin werde ich alle Lerninhalte sowieso verschlingen, und als Extra gibt es bei Ziemer & Falke sogar noch zusätzliche Webinare und Unterlagen, die man nicht für die Prüfung braucht sondern sozusagen „optional“ lesen kann. Für mich ist das perfekt, denn ich will immer alles sofort wissen und liebe Bücher und Lernunterlagen!
Weil wir auch gerade über die Prüfung sprechen, die Prüfung ist bei Ziemer & Falke ebenso optional und kostet nochmal eine extra Prüfungsgebühr. Die Begründung liegt laut Ziemer & Falke darauf, da es in jedem deutschen Bundesland und auch in Österreich unterschiedliche Richtlinien gibt, wann und wie man den Beruf des Hundetrainers ausüben kann. In manchen Bundesländern wird eine Prüfung gar nicht benötigt oder es muss eine extra Prüfung in der zuständigen Stadt abgelegt werden. Ob ich die Prüfung ablege weiß ich noch nicht zu 100%, aber so wie ich mich kenne, werde ich einfach einen Abschluss brauchen, um beruhigt und sicher meine Ausbildung beenden zu können.
Eckdaten der Hundetrainer Ausbildung
Umfang: 12 Module mit: Online-Skripte, Online-Hausaufgaben, Online-Lernvideos, Forumsbetreuung und der Talk mit Tina Ziemer-Falke
Themen der Ausbildung: Soziale Strukturen, Training, Kommunikation, Hundehaltung, Anatomie, Hundesport und noch ganz viele mehr
Ab sofort. Ich habe mich nämlich schon für Mai eingeschrieben und die erste Lektion wurde mir innerhalb weniger Stunden freigeschaltet. Die Praxistage habe ich auch schon beinahe für alle 7×2 Tage gebucht und freue mich schon wahnsinnig.
Was heißt das für Flummi’s Diary und für euch?
Für euch wird es soweit keine Änderungen geben. Ihr werdet auch weiterhin pro Woche mindestens 2 Blogbeiträge zum Lesen erhalten. Der Content könnte noch besser und noch informativer werden, weil ich mir für euch und natürlich auch für mich, das nötige Fachwissen aneigne. Mein Hauptaugenmerk wird aber nach wie vor beim Thema „Karriere & Hund“ liegen, denn besonders als ausgebildeter Profi, kann man noch so viel mehr zu diesem spannenden Thema beitragen.
Im heutigen Blogbeitrag möchte ich euch erklären, wie ich es geschafft habe, dass Flummi ihr Dummy nach Hause trägt. Außerdem habe ich noch Tipps für alle Apportier-Anfänger unter euch! Flummi und ich üben oft das Apportieren und üben auch ansonsten noch ganz viel mit Apportel. Da ich also immer ein 0,5 kg Dummy in der Tasche habe und das auf Dauer recht schwer wird, habe ich begonnen Flummi zu trainieren ihr Dummy selbst vom Trainingsplatz nach Hause zu tragen. Bei uns hat das erstaunlich gut funktioniert. 😊
So trägt euer Hund das Dummy nach Hause
Wie gut apportiert euer Hund?
Bei dieser Übung kommt es ganz darauf an, wie gut euer Hund bereits apportieren kann. Einfach gesagt: wie gut euer Hund Gegenstände vom Boden aufheben kann und ob er euch diese Gegenstände wieder gibt. Bei Flummi war das bereits der Fall, daher war es nicht mehr so schwierig, ihr das dauerhafte Tragen des Dummys beizubringen.
Apportier-Anfänger
Falls euer Hund das noch nicht kann, würde ich ganz pragmatisch beginnen und ihn dazu auffordern, euch den Gegenstand vor euch zu geben. Dazu reicht manchmal schon ein „Gib es mir“ mit hoher Stimme und das Zeigen auf den Gegenstand. Wenn euer Hund darauf anspricht ist es super gut, falls nicht könnt ihr es auch langsamer aufbauen und mit dem Clicker üben: Jedes Mal wenn euer Hund in die Richtung des Gegenstandes sieht, und später mit der Nase den gewünschten Gegenstand berührt, clickt ihr bzw. sagt euer Markerwort. Dadurch lernt euer Vierbeiner in langsamen Schritten den Gegenstand aufzuheben.
Wenn euer Hund nun sicher Dummys aufhebt, zu euch bringt und es (gegen Futter) wieder hergibt, können wir mit dem langen Tragen beginnen. Ich muss gestehen, bei uns hat es super einfach funktioniert, ich weiß nicht, warum Flummi das so schnell begriffen hat, aber probiert es am Besten aus, wie schnell euer Hund lernt.
Wie schon kurz erwähnt, habe ich Flummi zuerst das Kommando „gib’s mir“ gelernt, in dem ich da Stand und nichts anderes mehr getan habe, als auf den Gegenstand vor mir zu zeigen. Da wir dieses Kommando im Alltag sehr oft benutzen, hatte sie die Bewegung und den Wortlaut, schnell mit dem Kommando verknüpft. Am Ende unserer Trainingseinheiten in der Hundezone habe ich Flummi dann aufgefordert das am Boden liegende Dummy zu nehmen. Sie nahm es und bracht es zu mir, aber anstatt es abzunehmen, habe ich sie ausführlich gelobt und bin gemeinsam mit ihr richtig Wohnung gegangen. Die Leine habe ich übrigens schon vorher angelegt, damit man das Dummy nicht wieder abnehmen muss! 😉
Nach ca. 5 Meter hat sich Flummi dazu entschieden, dass es super doof ist, das Dummy selbst zu tragen, immerhin hat man dann keine Zeit mehr zum Schnüffeln – also ließ sie es bereits nach so kurzer Zeit wieder fallen und tat so als wäre nichts gewesen. 😂 (Ich glaube sie wollte wirklich, dass ich es nicht bemerke). Ich habe erneut auf das Dummy gezeigt und „Gib’s mir“ gesagt. In 50% der Fälle hat sie es sofort genommen und wir sind weiter gegangen, in den anderen 50% hat sie mich mit einem bösen Blick bestraft und ist einfach davor sitzen geblieben. Eine kleine Geduldsprobe für mich und auch für Flummi, aber letztendlich hat sie es doch genommen und wir sind weitermarschiert.
Ein wichtiger Tipp und eigentlich auch der essentielle Schritt, wenn euer Hund das Dummy mit FREUDE nach Hause tragen soll: Bleibt am Anfang sehr oft stehen, lasst euch das Dummy von eurem Hund geben, lobt ihn überschwänglich und gebt ihm super-extra-gute-Leckerlis. Flummi wollte nachdem sie eine Fleischpaste erhalten hat, das Dummy sofort freiwillig noch 50 Meter tragen. Denn Dummy = Fleischpaste. Manchmal habe ich das Dummy dann extra einige Meter selbst getragen, Flummi hat dabei meine Hand angestupst und mir zu verstehen gegeben, dass sie es wieder tragen möchte. Denn nichts geht über leicht verdiente Fleischpaste! 😜
Wie die ersten 50 Meter nach Hause anfangs aussehen können:
0 Meter: Hund nimmt Dummy und wir gehen los
5 Meter: Hund lässt Dummy fallen, hebt es nach dem Kommando aber wieder auf und wir gehen weiter
15 Meter: Hund lässt Dummy fallen, hebt es erst nach einiger Zeit etwas wiederwillig auf und wir gehen weiter
17 Meter: Wir bleiben stehen, nehmen unserem Vierbeiner das Dummy ab und belohnen ihn mit den besten Leckerlis und gutem Zureden.
30 Meter: Da unser Hund nun begeistert ist, dass Dummy zu tragen, bleiben wir nach einem etwas größeren Abstand wieder stehen und belohnen ihn aufs Neue.
50 Meter: Hund lässt Dummy fallen, hebt es nach dem Kommando aber wieder auf und wir gehen weiter
Tipp: Vergesst nicht währenddessen zu loben! Ich hab Flummi die ersten 10 Trainingseinheiten permanent gelobt, wenn wir gegangen sind und sie dabei das Dummy getragen hat.
Spaß beim Dummy tragen
Diese Übung soll euch und eurem Vierbeiner Spaß machen, wenn ihr merkt, dass euer Hund das Dummy nur mehr wiederwillig aufhebt und damit auch nur noch 2 Meter gehen will, dann schließt die Übung für heute ab. Ihr solltet aber unbedingt darauf achten, dass ihr die Übung positiv abschließt: lasst euren Vierbeiner das Dummy nochmal nehmen und geht bloß 1-2 Schritte und lasst es euch überreichen. Dann lobt ihr euren Vierbeiner überschwänglich und geht gemeinsam nach Hause.
So hat es bei Flummi und mir funktioniert und nach jedem Training konnte sie ihr Dummy weiter tragen. Ich denke, dass dies eine super gute Übung ist und euch auch als Team stärkt und näher bringt. Viel Spaß beim Üben!
Hundebegegnungen, Leinenführigkeit, Rückruf und vieles mehr gehören zu dem Alltag eines jeden Hundebesitzers. Doch wie trainiert man solche Situationen? Und worauf muss man überhaupt achten, damit alltägliche Dinge entspannt funktionieren?
Hundebegegnungen ist nur eines von vielen Themen welches in meinem neuen E-Book „Vom Welpen zum erwachsenen, alltagssicheren Hund“ genauer beschrieben wird – inklusive Trainingstipps. Ein paar Tipps möchte ich euch aber bereits hier im Gastbeitrag auf Flummi’s Diary verraten.
Leinenführigkeit
Wichtig ist zunächst die Leinenführigkeit. Wenn dein Hund nicht leinenführig ist, werden auch Hundebegegnungen nicht funktionieren. Doch was bedeutet Leinenführigkeit? Für mich bedeutet das nicht, dass dein Hund dauerhaft Fuß läuft, sondern die Leine einfach nicht auf Spannung ist. Denn wenn die Leine sowieso nie locker ist, ist auch dein Hund dauerhaft in einem sehr hohen Erregungszustand, und dann können Hundebegegnungen gar nicht entspannt ablaufen. Dass dein Hund dann kläfft, hinzieht, oder gar knurrt um den anderen Hund fern zu halten is vorprogrammiert.
Hundebegegnungen bitte nicht an der Leine
Stell dir vor: zwei gut sozialisierte Hunde laufen im Freilauf aufeinander zu. Wie machen sie das? Normalerweise laufen sie einen Bogen. Also sie laufen nicht frontal aufeinander zu. An der Leine sieht dies meist schon ganz anders aus. Denn welcher Mensch läuft schon einen Bogen? Richtig. Hier beginnt oft schon das erste Problem. Im Freilauf wäre es dann so, dass die Hunde sich beschnuppern, jeder Hund sich frei bewegen kann wie er es eben möchte, mal am Boden geschnüffelt wird, der Hintern zum anderen Hund gedreht wird, das Gesicht weggedreht wird und vieles mehr. All das sind Signale, die dem anderen Hund mitteilen: ich tu dir nichts und möchte auch keine Problem. Doch auch das sieht an der Leine wieder ganz anders aus. Meist wird erst einmal die Leine viel kürzer genommen, damit sich die Leinen vom eigenen und dem entgegen kommenden Hund nicht verheddern.Dabei entsteht recht schnell eine Spannung auf dem Geschirr oder Halsband, was für den Hund wiederrum so viel bedeutet wie: gleich könnte es Probleme geben. Oft verbindet der Hund diese Spannung dann mit dem gegenüberliegenden Hund.
Außerdem können die Hunde an der Leine nicht individuell einander ausweichen. Sie können nicht einfach so den Hintern zum anderen Hund hindrehen, und manchmal auch nicht einfach so am Boden schnüffeln. Denn der Mensch unterbricht dieses Verhalten durch die (kurze) Leine.
Man sieht also: An der Leine sind Probleme vorprogrammiert.
Verantwortung bei beiden Mensch-Hund-Teams
Das Problem an dem Ganzen ist aber, dass zu Hundebegegnungen an der Leine immer zwei Parteien gehören. Also nicht nur du und dein Hund, sondern auch das entgegenkommende Mensch-Hund-Team. Und wenn die glauben, Hunde müssten sich immer begrüßen, dann wirst du sehen, dass es schwierig ist sie vom Gegenteil zu überzeugen. Deshalb versuche das erst gar nicht, sondern achte viel mehr auf deinen Hund und darauf, dass ihr schnell aus dieser Situation raus kommt. Biete deinem Hund Schutz – damit dieser verknüpft, dass du auf ihn aufpasst. Du darfst den entgegenkommenden Hund dann auch zum Beispiel anschreien, um ihn abzuschrecken. Meist hilft das schon.
So klappen Hundebegegnungen entspannt
Ich empfehle dir Hundebegegnungen gezielt zu trainieren. Dafür eignen sich aber nicht ausschließlich Hundeplätze, sondern auch ganz normale Spazierwege. Denn man kann auch auf normalen Spazierwegen trainieren und das ist sogar wichtig. Denn: Wenn man solche Hundebegegnungen ausschließlich am Hundeplatz trainiert oder auch sonst immer am selben Ort, erlernt der Hund das richtige Verhalten ausschließlich an diesem Ort. Hunde lernen nämlich kontextbezogen. Das heißt, es ist auch wichtig, an unterschiedlichen Orten zu trainieren, aber auch mit unterschiedlichen Hunden. Man sollte also einige verschiedene Trainingspartner haben.
Diese benötigt man deshalb, weil jeder Hund eine Individualdistanz hat. Mit solchen Trainingspartnern kann man kommunizieren und vereinbaren, wie nah man sich eben kommt / nicht kommt. Das verhilft nicht nur dir dabei, sicherer zu werden, sondern auch dein Hund lernt, dass er sich auf dich verlassen kann und du viel interessanter bist, als der fremde Hund.
Am besten ist es so ein Training unter professioneller Anleitung zu machen. Professionell ist es für mich nicht, wenn Hunde unkontrolliert miteinander „spielen“ dürfen oder gesagt wird „die klären das unter sich“. Denn genau durch solche Situationen verliert der Hund jegliches Vertrauen in seinen Menschen.
Leinenführigkeit im Alltag
Nachdem du im Alltag nicht immer Trainingssituationen nachstellen kannst empfehle ich dir, ein Alternativverhalten aufzubauen. Ein Verhalten dass dein Hund immer dann zeigen soll, wenn euch ein Hund entgegenkommt. Was das alles sein kann, wie man Alternativverhalten aufbaut, und vieles mehr, erfährst du in meinem E-Book! Im E-Book gehe ich außerdem noch detaillierter auf Hundebegegnungen ein, erkläre dir worauf du bei diversen Alltagssituationen achten musst, wie du Management betreiben kannst (und was das ist), und erkläre dir wie dein Hund den Maulkorb gerne mag, und wie er Körperpflege und Co. lieben wird.
Es gibt drei Pakete vom E-Book, und wenn du deine Trainingsfortschritte gerne detailliert dokumentieren würdest, empfehle ich dir das Advanced-Paket, Dort bekommst du den digitalen Hundekalender dazu. Falls du allerdings denkst Trainerunterstützung zu benötigen empfehle ich dir das Premium-Paket, wo du insgesamt 3 Online-Hundetrainings mit mir bekommst, und eine Einheit davon gratis.
Für alle die jetzt Lust auf das E-Book bekommen haben, können sich exklusiv hier auf Flummi’s Diary einen Rabattcode sichern! Mit FLUMMI10 erhaltet ihr bis einschließlich 22. Mai 10% Rabatt auf alle E-Book Pakete im Pfötchentraining Online-Shop.
Wie sieht es bei euch mit Hundebegegnungen aus? Flummi und ich haben da ja noch unsere Probleme, aber mit minimalen Schritten wird es langsam aber sicher besser! 😄
So wird euer Hund in nur einer Woche den Maulkorb tragen!
Wie ihr ja vielleicht noch von unserem ersten Besuch in Wien wisst, hat die Beziehung zwischen Flummi und ihrem Maulkorb nicht ganz so gut funktioniert. Zwei Maulkörbe und eine Maulschlinge später haben wir nun endlich einen Weg gefunden. Flummi mag den neuen Maulkorb zwar immer noch nicht, aber sie erträgt ihn. Nicht weil sie mir damit eine Freude machen will, sondern weil sie weiß, dass sie nur dann, die ALLERBESTEN LECKERLIS DER GANZEN WELT bekommt! Ein Vorteil bei einem gefräßigen Hund. 😜
Flummi und der böse Maulkorb – wie Maulkorbtraining nicht funktioniert!
Weil ihr mich besonders in den letzten Wochen so oft auf Instagram gefragt habt, was damals in Wien eigentlich genau vorgefallen ist, hier die Geschichte dazu:
Nach einer Zugfahrt ohne Maulkorb (in der Westbahn hatte niemand Interesse daran, dass Flummi einen Maulkorb trägt) waren wir in Wien Praterstern angekommen. Von dort aus braucht man zu Fuß ungefähr 5-10 Minuten runter zur U-Bahn. Flummi und ich brauchten an diesem Tag sagenhafte 35 Minuten! Warum? Weil Flummi die ganze Zeit versuchte den Maulkorb runter zu reißen – und zwar mit beiden Vorderpfoten. Wie ihr euch vielleicht denken könnt, ist Flummi dadurch mehrmals direkt auf die „Schnauze“ gefallen. Und ob das nicht alleine schon reichen würde, hat sie das auf der Treppe fortgesetzt. Das heißt, sie hat sich mehrmals wehgetan und ich stand hilflos daneben. Heute würde ich wahrscheinlich vieles anders machen. Nicht zum Praterstern fahren zum Beispiel, sondern wo anders mit dem Zug aussteigen. Dort, wo man nicht so viele Treppen zum U-Bahn-Gleis laufen muss. Aber so war es halt. Das können wir jetzt nicht mehr ändern.
Das Ergebnis dieses ungeplanten Dramas war, dass Flummi den Maulkorb hasste. Sie hasste ihn so sehr, dass sie mich den restlichen Tag nicht mehr mit dem Hintern angesehen hat und mich komplett ignoriert hat. Die Heimfahrt nach Oberösterreich war dann übrigens, durch diesen Vorfall, ein wenig illegal. Ich habe ihr den Maulkorb nur umgehängt, getragen hat sie ihn nur einmal ganz kurz. Was ja auch nicht Sinn und Zweck sein sollte. Denn ein Maulkorb ist, besonders bei vielen Menschenmassen, schon sehr wichtig!
Darum habe ich nach diesem Drama einen ganz neuen Maulkorb gekauft. Einen Bumas übrigens. Denn eines war mir klar, den alten Maulkorb würde Flummi nicht in einer Million Jahren nochmal aufsetzen.
Ein Neuanfang – Training mit dem neuen Maulkorb
Nach ein wenig Instagram-Recherche war für mich klar, ein Bumas Maulkorb soll es werden. Darum hab ich auf Willhaben (eine österreichische Plattform die funktioniert wie Ebay Kleinanzeigen) gesucht und einen passenden Bumas Maulkorb für Flummi gefunden. Ich muss dazu sagen, dass das wirklich ein absolut glücklicher Zufall war, denn Bumas Maulkörbe sind Maßanfertigungen und dieser hat dem glücklichen Besitzer nicht gepasst, darum hat ihn jetzt Flummi! 😉
Bevor ich mit dem eigentlichen Training begonnen habe, habe ich mir erstmal die besten Leckerlis rausgesucht die ich zu Hause hatte. Zusätzlich habe ich noch gedörrte Filetstreifen gekauft. Denn Flummi musste verstehen, dass sie sich hier, bei der Maulkorb-Übung, die beste Schlemmerei ihres Lebens verdienen konnte. Das war übrigens mein Ansatz zu der ganzen Übung. Hier zeige ich euch jetzt ganz genau die einzelnen Schritte mit denen ich es geschafft habe, dass Flummi ihren Maulkorb trägt.
Die Tipps damit das Maulkorb Training auch wirklich klappt
Immer mit der Ruhe – drängt euren Hund nicht und seid geduldig. Ihr werdet umso schneller Erfolge erzielen, wenn ihr euren Hund in seinem eigenen Tempo lernen lasst
Nur die besten Leckerlis führen schnell zum Ziel – also haut das ungesunde Zeug raus. Das bisschen „Fast Food“ schadet eurem Hund für so einen kurzen Zeitraum sicher nicht
Wie schon bei der Kontaktübung empfohlen, würde ich wieder dazu raten, mit dem Hund zu üben, wenn er Hunger hat. Mit einem hungrigen Magen lernt man besser (zumindest wenn die Belohnung wahnsinnig tolles Futter ist)
Wenn ihr die Übung unterbrecht (und das solltet ihr unbedingt) und an einem anderen Tag fortsetzt, solltet ihr unbedingt wieder kurz von vorne anfangen. Mindestens aber beim Schritt, denn wichtig ist, dass euer Vierbeiner von Anfang an Erfolg bei der Übung hat und Spaß an der Übung hat.
Maulkorb Training – In nur 5 Tagen zum Erfolg
Schritt 1
Begonnen haben wir einfach und vor allem langsam. Ich hab den Maulkorb einfach lose vor Flummi‘s Gesicht gehalten. Nicht mal mit der Öffnung zu ihrer Schnauze, sondern einfach vor ihr baumeln lassen. Jedes Mal, wenn sie den Maulkorb beim Schnüffeln berührt hat oder ihn angestupst hat, hab ich das Verhalten mit einem Markerwort (oder Clicker) bestätigt, sie ausgiebig belohnt und ihr eines der begehrten Leckerlis gegeben. Das hab ich sicher mindestens 20 Mal wiederholt.
Schritt 2
Um diesen ersten Schritt zu verinnerlichen, habe ich den Maulkorb innen mit Leberwurst beschmiert (das funktioniert am besten mit den Fingern) und ihn Flummi hingehalten. So schnell konnte ich gar nicht schauen, war sie auch schon mit ihrem Maul im Maulkorb drin und freute sich wie wild. Den Schritt habe ich circa 5 Mal wiederholt.
Schritt 3
Nachdem sie verstanden hatte, dass jeder Kontakt mit dem Maulkorb nur Positives bringt – nämlich Leckerlis – bin ich einen Schritt weiter gegangen. Ich hab mich mit ihr auf die Couch gesetzt und ihr den Maulkorb mit der Öffnung nach vorne hingehalten. Natürlich vermutete sie gleich wieder eine leckere Leberpaste und steckte ihre Schnauze in den Maulkorb. Dieses Verhalten belohnte ich mit dem Markerwort, überschwänglichem Lob und einem super tollen Leckerli. So haben wir sicher 15 Minuten weitergemacht.
Manchmal hat sie es gleich verstanden und einige Male musste ich sie mit dem Bewegen des Maulkorbs wieder auf die Übung aufmerksam machen. Aber es hat ihr definitiv Spaß gemacht „so einfach und ohne viel Aufwand“ an diese tollen Leckerlis zu kommen.
Schritt 4
Im nächsten Schritt geht es an das Eingemachte. Nun verlängert ihr nämlich die Zeit, die euer Hund im Maulkorb steckt. Ihr bestätigt das bloße berühren nicht sofort, sondern wartet kurz ab. Flummi zieht dann oft die Schnauze aus dem Maulkorb und sieht mich fragend an, so etwa „was hab ich jetzt falsch gemacht?“. Doch nach kurzer Zeit versteht sie, dass sie einfach länger im Maulkorb bleiben muss, um ihre Belohnung zu bekommen. Diesen Schritt solltet ihr so lange üben, bis euer Hund mindestens 30 Sekunden im Maulkorb bleiben kann.
Schritt 5
Der nächste Schritt unterscheidet sich nur ganz wenig vom vorherigen. Nun legt ihr eurem Hund nämlich einfach den Verschluss um den Hals, damit er sich an das Gefühl gewöhnt. Macht ihn aber noch nicht zu, denn er muss vorher das Gefühl kennen lernen und könnte Angst bekommen, wenn ihr zu hastig vorgeht. Wenn er genauso freudig und ruhig bleibt, wenn ihr den Verschluss zusammenhaltet, könnt ihr euch an den nächsten Schritt wagen.
Schritt 6
Kommen wir zum vorletzten Schritt der Übung. Nun könnt ihr den Maulkorb nämlich schließen. Jedoch nur für wenige Sekunden! Anschließend sofort wieder bestätigen und loben. Wenn das gut funktioniert könnt ihr euren Hund auch mal eine Minute mit dem Maulkorb sitzen lassen. Beobachtet ihn währenddessen aber unbedingt, denn wenn er unruhig wird, sofort überschwänglich loben und den Maulkorb abnehmen. Übt das unbedingt so lange, bis euer Hund den Maulkorb einige Zeit tragen kann. Werdet nicht müde, euren Vierbeiner überschwänglich zu loben und ihm die köstlichen Leckerlis zu geben! ☺️
Schritt 7
Nun sind wir beim letzten Schritt angekommen. Euer Hund sollte inzwischen ganz passabel mit dem Maulkorb sitzen oder liegen können, ihn vielleicht sogar 10-15 Minuten tragen können. Wenn er sich nämlich daran gewöhnt hat, könnt ihr mit der Meisterklasse starten: Das Gehen mit dem Maulkorb! Dieser Step war für Flummi am schwierigsten und war ein riesiger Aufwand. Sitzen ist ja kein Problem, aber das Gehen mit dem dummen Ding am Kopf war nicht ganz so lustig. Deshalb haben wir wieder klein angefangen und sind nur zwei Schritte gelaufen. Bei den zwei Schritten war ich nicht ruhig, sondern hab Flummi wie ein kleines Rennpferd angefeuert und durchgängig gelobt. Den Maulkorb habe ich nach den zwei Schritten natürlich nicht abgenommen, sondern ihr durch die Öffnung vorne Leckerlis durchgeschoben. In diesem Schritt kommt übrigens auch das Dörrfleisch zum Einsatz. 😉 Denn immer wenn Flummi einige Male zwei Schritte hier, und zwei Schritte da, gelaufen ist, hab ich ihr den Maulkorb abgenommen und als super-mega-Belohnung bekam sie das Enten-Dörrfleisch. Der Jackpot sozusagen. Dann ging es auch schon weiter, Maulkorb raufgeben (das geht ja mittlerweile eh schon zügig) und los ging es mit den Schritten.
Top Tipp: Ich hab nach einiger Zeit übrigens gemerkt, dass Flummi im „Arbeitsmodus“, also mit der Kontaktübung, besser und schöner geht und nicht mehr versucht den Maulkorb runter zu reißen. Das hat sie aber sehr wohl probiert, wenn sie den Maulkorb runter geben wollte, habe ich das mit einem strengen „nein“ korrigiert.
Diese Übung dehnt ihr so lange aus, bis euer Hund soverän mit dem Maulkorb gehen kann. Bevor ihr in die große Stadt mit eurem Hund aufbrecht, solltet ihr aber unbedingt noch draußen in verschiedenen Umgebungen üben. Also direkt an einer Hauptstraße, im Wald, in einer Fußgängerzone, usw. Euer Hund wird es euch später Danken!
So das war‘s, mein Maulkorb-Training-Blogbeitrag ist hiermit nach 1.580 Wörtern zu Ende. Ich hoffe ihr seht, wie wichtig mir dieses Thema ist! Anhand von Flummi seht ihr dass, egal wie schlecht die Erfahrung, die euer Hund mit Maulkorb gemacht hat ist, er es immer noch lernen kann! Also bleibt dran, übt fleißig und kauft wenn nötig einen neuen Maulkorb. Meine wichtigste Regel bei dieser Übung ist: Zu viel Leckerlis & Lob gibt es nicht.
Inspiration und Hilfestellung für diesen Beitrag waren übrigens:
Wie ich mit einer Übung die Bindung zu meinem Hund verstärkt habe
Heute habe ich euch wieder etwas ganz Besonderes zu berichten! Denn wie schon letzten Sonntag in meiner Instagram-Live-Story schon erwähnt, erkläre ich euch hier im Blogpost nochmal ganz genau was es mit der Kontaktübung zu tun hat, die Flummi und mich als Hund-Mensch-Team auf ein neues Level gebracht hat.
Der Ursprung der Kontaktübung
Woher kommt diese ominöse Kontaktübung und woher kenne ich sie? Ganz einfach, von unserem neuen Hundetrainer. Der trainiert nämlich nach der Anton Fichtlmeier Methode, die unser gemeinsames Training definitiv auf eine neues Level gebracht hat. Die Kontaktübung dient eigentlich nur dazu, deinem Hund zu zeigen, dass du der Mittelpunkt seiner Welt bist und dass neben dir und bei dir zu sein, für ihn das allerschönste ist! 🖤 Mit dieser Verbindung könnt ihr dann alles meistern. Wir meistern mittlerweile die Leinenführigkeit, Hundebegegnungen, Rückruf und viele andere alltägliche Problemchen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir diese Erfolge zu einem großen Teil der Kontaktübung zu verdanken haben.
Du MUSST für diese Übung positiv gelaunt sein und deinem Hund pure Freude und Leidenschaft vermitteln können. Wenn du also einen schlechten Tag hast, dann lass es lieber.
Der Hund bekommt sein Leckerli IMMER ohne Ausnahme
Dazu komme ich gleich noch in der Beschreibung. Jetzt ist es erstmal wichtig zu merken, dass der Hund bei jeder Hocke und der damit verbundenen Reaktion belohnt wird.
Körpersprache
Auch dieser Punkt wird erst in der Übungsbeschreibung klar. Merke dir aber für die gesamte Übung, dass deine Körpersprache zu jedem Zeitpunkt klar sein sollte.
Lernziel der Kontaktübung
Es gibt nichts Besseres für mich, als jetzt im Moment ganz nah bei meinem Menschen zu sein!
Für die Kontaktübung braucht ihr
🐾 Einen eingezäunten Sicheren Platz (für den Anfang ohne Ablenkung wie Hunde oder Menschen). Am besten eignet sich euer Garten oder eine kleine eingezäunte Hundezone, wo keine anderen Hunde sind. Wenn ihr ein großes Haus oder eine große Wohnung habt, und dort genug „freie Fläche“ könnt ihr die Übung anfangs auch in eurem Heim durchführen.
🐾 Leckerlies (ihr braucht sehr viele davon, ich verfüttere sogar eine ganze Mahlzeit)
🐾 Hunger – euer Hund sollte knapp davor keine Mahlzeit bekommen haben, sondern sich evtl. sogar bei dieser Übung das Essen verdienen.
🐾 Motivation – die braucht ihr, denn eure Motivation wird sich auf die eures Hundes übertragen.
Kontaktübung – So funktioniert es!
Diese Übung ist eigentlich ganz einfach, die Schwierigkeit liegt nur darin, die einzelnen Details richtig zu machen. Dein Hund kann bei dieser Übung nicht versagen, ob er die Übung richtig ausführt liegt alleine an dir!
Schritt 1
Ihr nehmt euren Hund von der Leine und lasst ihn erstmal frei laufen. Nun lockt ihr ihn mit einem Laut zu euch. Ihr könnt zum Beispiel mit der Zunge schnalzen. Ihr solltet auf keinen Fall den Namen des Hundes zum heranholen benutzen, denn der Name ist ein ganz besonderes Wort, dass ihr nur vereinzelt benutzen solltet. Außerdem sollt ihr ja versuchen, den Hund mit eurer bloßen Begeisterung bei euch zu halten.
Schritt 2
Der Hund ist nun also an eurer Seite. Nun geht ihr los. Aber nicht wie ihr das sonst so macht. Ihr klopft euch auf den Oberschenkel und beugt den Oberkörper leicht nach vorne. Mit einem Ruck und großen Bewegungen macht ihr dann den ersten Schritt nach vorne und geht. Diese extreme Körpersprache mit großen Gesten ist notwendig, dass euch euer Hund klar verstehen kann. Ihr signalisiert ihm damit, „hey komm doch mit mir mit“.
Schritt 3
Anfangs schon nach wenigen Schritten (3 reichen für den Anfang). Hockt ihr euch nieder und gebt eurem Hund aus eurer Handfläche (!!) 2-3 Leckerlis (natürlich je nach Größe), aber schon ein wenig mehr als sonst. Eine besondere Belohnung also. 😄 Während euer Hund die Leckerlis frisst sprecht ihr mit sehr hoher, schneller und freundlicher Stimme den Namen eures Hundes. Bei mir ist das dann: Flummi, Flummi, Flummi, Flummi! 😉
Schritt 4
Das war eigentlich schon alles. Es geht weiter. Ihr startet wieder mit dem Klopfen auf den Oberschenkel und geht mit ganz deutlicher Körpersprache (wie in Schritt 2 erklärt) los. Nun könnt ihr schon mehrere Schritte und zusätzlich auch Kurven gehen. Ihr biegt also ab. Das geht so, dass ihr euren Oberkörper in die entsprechende Richtung dreht. Das heißt euer ganzer Körper dreht sich mit Schwung nach rechts, wenn ihr nach rechts gehen wollt. Das gleiche Prinzip bei einer Links-Kurve.
Euer Hund wird euch, wenn ihr die Körpersprache positiv und mit ganz viel Freude macht, freudig folgen. Wenn er eine harte Nuss sein sollte, versucht es mal mit positiven Lauten, wie eben einem schnalzen der Zunge, hohen Tönen wie „mimimimimi“ oder Worten wie „was ist denn, da?“ zu locken. Ihr müsst so viel Positivität und Freude ausstrahlen, dass euer Hund zu 100% weiß, hier ist es lustig, hier gibt es Futter. Wenn ihr euch oft genug niederkniet und ihm das Futter in euer Hand entgegenhält. Eine andere Möglichkeit ist es, dem Hund direkt Spaß anzubieten. Also wildes Hüpfen oder sich einfach mal zum Kasperl machen, das wird ihm sicher auch gefallen und er wird euch ebenso freudig folgen. ☺️
Wenn die Übung allmählich für euch langweilig wird, habe ich noch eine weitere Variation für euch. Statt sich hinzuknien, trippelt ihr auf der Stelle und bleibt schließlich stehen. Damit signalisiert ihr eurem Hund, „Achtung, wir halten an“ und schließlich „wir stehen jetzt“! Dann bringt ihr euren Hund ins Sitz (ich verwende bei dieser Übung auch ausschließlich die Körpersprache) und gebt ihm zur Belohnung ein Leckerli aus eurer Handfläche.
Die Kontaktübung und die Leine
Später führt die Kontaktübung zur perfekten Leinenführigkeit. Denn diese Übung geht auch MIT Leine. Was ihr aber unbedingt beachten müsst: ihr müsst schon so gut sein, dass euer Hund unter keinen Umständen die Chance hat, an der Leine zu ziehen! Denn so wird die ganze Leinenführigkeit komplett falsch aufgebaut und ihr verstärkt mit eurer Positiven Art das Ziehen an der Leine. Also lieber erstmal 4-6 Wochen Kontakttraining ohne Leine! 😊
Wir sind derzeit auf dem Status, dass wir die Kontaktübung während dem Gassi gehen anwenden. Also jeder Spaziergang ist eigentlich nichts anderes, als eine andauernde Kontaktübung mit großen Abständen bis zum nächsten „Sitz“ oder „Niederknien“ dazwischen. Dadurch ist unsere Leinenführigkeit nahezu perfekt. Und das Thema Hundebegegnungen haben wir damit auch schon verbessert. Denn Flummi orientiert sich (seit der Kontaktübung) automatisch an mir, wenn sie auf schwierige Situationen trifft und ich würdige den anderen Hund keines Blickes, klopfe mir auf den Oberschenkel und gehe freudig (gemeinsam mit Flummi) meinen Weg.
Wie hat euch dieser Blogbeitrag gefallen? Entstanden ist er auf Basis meiner Instagram-Live-Story vom Sonntag. Ihr habt das Thema so spannend gefunden, dass ich es unbedingt noch dauerhaft in einem Blogbeitrag erklären wollte. Falls ihr noch weitere Themen habt, die ich in einem Insta-Live-Video mal vorstellen oder erklären soll, schreibt mir gerne ein Kommentar oder direkt auf Instagram. Ich freu mich wahnsinnig über eure Nachrichten! ❤️
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