Zugfahren mit Hund – 8 wertvolle Tipps die funktionieren!

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Vor einigen Wochen ist Flummi zum ersten Mal mit dem Zug gefahren. Wie ihr wahrscheinlich wisst, haben wir Freunde in Wien besucht. Das Auto wäre zwar eine Alternative gewesen, doch ehrlich gesagt, ist Wien mit Auto nicht so berauschend: Parkplatzsuche, teure Parkplätze und extrem viel Verkehr. Da können wir getrost verzichten. Wie das Zugfahren mit Hund für mich war, und wie es Flummi ergangen ist, erzählen wir euch jetzt!

Ein bisschen mulmig war mir ehrlicherweise schon, als Flummi und ich zum Bahnhof in unserem kleinen Vorort spaziert sind. Flummi ist noch nie mit einem öffentlichen Verkehrsmittel gefahren und jetzt soll sie die ganze Palette meistern?! Zum Glück waren wir bestens vorbereitet! Hier sind unsere besten Tipps & Erfahrungen für das Zugfahren mit Hund:

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#1 – Ein Hund liegt gerne im Weg

Flummi hat es in jedem Verkehrsmittel geschafft, sich so hinzulegen, dass jeder über sie drüber steigen musste. Ich habe sie zwar mehrmals korrigiert und versucht sie in eine andere Position zu koordinieren, aber schlussendlich ist sie wieder im Weg gelegen. Grund war, glaub ich, die gute Sicht! Flummi hat mit Freude den lauten Kindern im Zug zugeschaut und hat mit wedelndem Schwanz zu manche Zugdramen mitverfolgt. 

#2 – Maulkorbpflicht?

In allen Zügen herrscht Maulkorbpflicht! Wenn ihr einen sehr nervösen Hund habt, der zum Bellen neigt oder sich einfach fürchtet, würde ich den Maulkorb definitiv aufsetzen. Flummi war im Zug ganz ruhig und hat eigentlich die ganze Zeit geschlafen. Die Schaffner haben uns auch nicht darauf angesprochen und Flummi lieber gut zugeredet! 😉 Anscheinend ist das wohl eher Auslegungssache. Nichts destotrotz ist das Zugfahren mit Maulkorb natürlich sicherer. Besonders wenn ihr einen ängstlichen oder einen zu Aggressionen neigenden Hund habt oder einfach in einem Rammel vollen Zug steht!

Wie sich Flummi beim U-Bahn-Fahren mit Maulkorb angestellt hat, erfahrt ihr hier! 

#3 – Beruhigung

Bei der ersten Zugfahrt mit Hund ist euer Vierbeiner wahrscheinlich etwas nervös. Diese Nervosität könnt ihr ihm aber mit Körperkontakt etwas nehmen. Schnelles und andauerndes Streicheln ist wahrscheinlich eher kontraproduktiv, wenn ihr aber euren Fuß neben seinem Rücken platziert, fühlt er die Stabilität, wenn er daneben liegt. Ein anderes Mittel gegen Nervosität kann ein Kauartikel oder Hundespielzeug sein. Flummi liebt Rinderkopfhaut! Damit ist sie auch erstmal 10 Minuten beschäftigt. Das Kauen beruhigt sie und meistens wird sie davon sogar etwas schläfrig. 

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#4 – Abschirmung und Abgrenzung

Wenn viele Leute im Zug sind, oder man einen Platz im Durchgang erhält, ist es nötig den Hund mit dem eigenen Körper abzuschirmen. Damit meine ich, die Füße beispielsweise links und rechts vom Hund zu platzieren, damit niemand versehentlich (oder LEIDER absichtlich) auf ihn tritt. Leider achten die meisten Menschen im hektischen Alltag nicht besonders auf Vierbeiner, und wenn euer Hund gerade gemütlich eingeschlafen ist, kann er auch nicht ausweichen oder rechtzeitig reagieren. Besonders wenn ihr steht, ist dieser Tipp hilfreich. Stellt euch dann einfach mit gegrätschten Beinen über euren Hund, so ist er sicher vor der „Außenwelt“! 😉

#5 – günstige Zugtickets

Die Preisunterschiede bei Zugtickets für Hunde ist in Österreich enorm. Glücklicherweise gibt es nur zwei Zuganbieter: die ÖBB und die Westbahn. Ich werde jedoch, wenn möglich, nur noch mit der Westbahn fahren, da ein Hundeticket nur 1 Euro kostet. Bei der ÖBB muss man lt. Website (für alle Hunde die in keine Transportbox passen) 10 % des vollen Ticketpreises zahlen. Wobei ich für Flummi auf der Regionalstrecke ein ermäßigtes Ticket kaufen musste, und das waren 1,60 Euro. Ich habe dagegen ohne Ermäßigung 3,60 gezahlt. Ganz durchblickt habe ich dieses System also noch nicht.

Übrigens:  In den Behindertenpass eingetragene Assistenzhunde fahren bei beiden Anbietern kostenlos mit.

 

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#6 – Grundbedürfnisse stillen

Nicht nur im Training mit dem Hund ist es wichtig, dass alle Grundbedürfnisse gedeckt sind, auch bei stressigen Alltagssituationen ist es absolut notwendig, dass euer Hund zufrieden ist. Also geht am besten vor einer Zugfahrt nochmal ein wenig  mit ihm spazieren, macht Intelligenz- oder Suchspiele damit er müde wird, lasst ihn sein Geschäft verrichten und füttert ihn. Rundum ausgelastet und zufrieden wird euer Vierbeiner mit hoher Wahrscheinlichkeit die komplette Zugfahrt verschlafen, oder zumindest seelenruhig auf seinem Platz liegen.

Zuviel des Guten kann sich übrigens eher negativ auf das Verhalten eures Hundes auswirken. Wenn ihr ihn vor der Zugfahrt noch hochpusht, zum Beispiel mit wilden Ballspielen, wird er vermutlich von seinem hohen Energielevel nur schwer runter kommen und sich entspannen können.

#7 – An Geräusche gewöhnen

Wichtiges zum Schluss: Bevor ihr gar euren Welpen einfach so mit zum Bahnhof oder auf eine Zugfahrt nehmt, geht einmal ganz ohne ein Vorhaben zum Bahnhof und gewöhnt den Hund an die Geräusche. Den herankommenden Zug, die Bremsen des Zuges, die Durchsagen oder die Abfahrt. So ist er nur einer Stresssituation ausgesetzt und ihr könnt jederzeit wieder gehen, wenn es zu viel wird.

#8 – Leckerlis oder Spielzeug

Bei uns sind Leckerlis die Belohnung und Ablenkung Nummer Eins! Flummi kann sich einfach gar nicht für Spielzeug begeistern. Ihre große Liebe ist das Fressen und evtl. auch der Futterdummy (immerhin kann man da einfach so alle Leckerlis rausfressen, wenn man schnell genug ist!). Also funktioniert bei uns die Ablenkungsstrategie immer mit ihrem Trockenfutter. Gebraucht habe ich die Ablenkung beim Tragen des Maulkorbes und bei Hundebegegnungen. In solchen Situationen möchte ich nämlich nicht, das Flummi sich auf sich selbst und ihren Wunsch konzentriert, sie soll sich wieder an mir orientieren und aufmerksam sein. Und das funktioniert in unserem Fall am besten mit Leckerlis!

Das waren unsere acht Tipps und Erfahrungen die wir beim Zugfahren gemacht haben. Habt ihr noch weitere Tipps für uns?

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One thought on “Zugfahren mit Hund – 8 wertvolle Tipps die funktionieren!

  1. Da meine Beiden recht klein sind, kommen sie einfach auf meinen Schoß. Damit kommen sie am Besten klar und für Beide ist es gar kein Thema. Zum Glück sind sie da aber sowieso total unkompliziert und machen Schifffahrten, Flugreisen, Bahn- und Zugfahrten problemlos mit. Leona ist aber zum Beispiel ein Hund, der sich gar nicht gerne in den Weg liegt. Sie hat lieber eine Höhle in der sie sich verstecken kann. Das ist ganz praktisch, weil sie sich so unter den Sitz legt, wenn ich sie nicht auf dem Schoß habe.
    Liebe Grüße
    Auenländerin

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