Überlegungen vor dem Hundekauf

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Überlegungen vor dem Hundekauf?! Wie war das so bei uns? Ein Jahr ist es jetzt her, seit dem ich mich intensiv mit meinem Hunde-Wunsch beschäftigt habe. Ein Jahr in dem ich mir sehr viel Wissen über Hunde und Hundehaltung angeeignet habe. Zur Vorbereitung habe ich etliche Bücher verschlungen und auch mit vielen Züchterinnen gesprochen und geschrieben. Jetzt, fast ein Jahr später, ist Flummi glücklicherweise eingezogen!

Die Entscheidung sich einen Hund anzuschaffen ist eine langfristige Entscheidung, etwas das dein Leben verändern und garantiert auf den Kopf stellen wird! Natürlich es gibt für mich nichts schöneres als am Morgen mit Flummi aufzuwachen und am Abend meine Zeit mit ihr zu verbringen, aber nicht bei jedem passt ein Hund ins Leben. Mit diesem Beitrag möchte ich euch helfen, euch zu entscheiden. Ja oder nein zum Hundekauf. Die Überlegungen vor dem Hundekauf sind wichtig um eurem Hund auch in der Zukfunft ein geborgenes Zuhause und ganz viel Aufmerksamkeit schenken zu können. Und keine  Angst, dass ist garantiert kein Blogbeitrag, in dem ich lang und breit erkläre, dass nur Menschen mit Familie, Partnerschaft und ohne Job Hunde adoptieren können (so wie manche Tierheime das verlangen *hust*) Denn wie ihr wisst, bin ich beides, alles drum und dran: Berufstätig, Single und ich wohne allein!  😉

 

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7 Fragen die ihr euch vor dem Hundekauf stellen solltet

Habe ich genügend Zeit für meinen Hund?

Ein Thema, dass im gesamten Netz immer und immer wieder durchgekaut wird. Als ich mich letztes Jahr etwas intensiver mit dem Thema alleine bleiben, Vollzeit-Job und Single beschäftigt habe, habe ich wirklich daran gezweifelt mir einen Hund holen zu können. Doch ich hatte das Glück, mit einer tollen Labrador-Züchterin zu sprechen die mir vieles erklärt hat und mir auch Mut gemacht hat. Denn mit der richtigen Planung geht alles.

Also fragt euch:

✖️Bin ich bereit mein Leben zu planen?

✖️Kann ich in Zukunft auf spontane Verabredungen nach der Arbeit verzichten? (Immerhin müsst ihr nach Hause und vorher euren vierbeinigen Freund abholen)

✖️Bin ich bereit morgens eine Stunde früher aufzustehen und Gassi zu gehen bzw. meinen Hund körperlich sowie geistig auszulasten?

✖️Bin ich bereit mich nach einem anstrengenden Arbeitstag eine Runde zu gehen, die Hundeschule
oder verschiedene Hundekurse zu besuchen?

✖️Bin ich bereit in Zukunft meine Urlaube mit dem Auto zu unternehmen um meinen Hund mitzunehmen?

✖️Ist mir klar, dass ich ab dem Tag des Einzuges einen ständigen Begleiter um mich haben werde und es genau deshalb so wichtig ist mein Leben besser zu planen?

Natürlich gibt es für viele Dinge und Fragen auch Alternativen und natürlich gibt es immer eine Hundepension oder eine nette Mama, wo unser Liebling mal hin kann. Aber vor der Anschaffung solltet ihr euch über wirklich jedes Szenario Gedanken machen. Mein Motto bei der Planung war daher immer: So gut vorbereitet sein, dass ich auf keine Hilfe aus angewiesen bin!

 

Kann und will ich mein Geld für meinen Hund ausgeben?

Geld ist ein Faktor der für manche wichtig und manche weniger wichtig ist. Aber grundsätzlich solltet ihr euch im Klaren sein, dass ein Hund Geld kostet. Und nicht nur die Anschaffungskosten und die Erstausstattung, sondern auch laufende Kosten wie Hundefutter und Spielzeug solltet ihr miteinbeziehen. Ganz wichtig ist es auch, monatlich Geld zurück zu legen, oder aber eine Versicherung abzuschließen, falls euer Liebling krank wird oder sich weh tun sollte.

 

Wollen alle Familienmitglieder einen Hund adoptieren?

Egal ob ihr „nur“ in einer Beziehung seid, oder aber schon eine Familie gegründet habt: Stellt sicher, dass niemand gegen Hundehaare allergisch ist und dass jeder mit der Anschaffung einverstanden ist. Denn nur wenn alle sich gemeinsam mit dem Hund beschäftigen, wird der Hund in die Familie integriert und ein zufriedenes Leben führen.

 

Habe ich oder sogar jemand aus meiner Familie eine Hundehaar-Allergie?

Unbedingt abklären – siehe auch den vorigen Punkt!

 

Bin ich in der Lage einen Hund zu adoptieren und ihn zu führen?

Was ich damit meine? Macht euch Gedanken darüber ob ihr körperlich in der Lage seid einen Hund zu führen. Und nicht nur körperlich: seid ihr auch geistig einem Hund gewachsen? Könnt ihr ihn erziehen? Fühlt ihr euch bereit eine solche Verantwortung einzugehen?

 

Woher möchte ich meinen Hund adoptieren?

Eine schwierige Frage, eine Frage die mich Stunden und Nächte beschäftigt hat. Tierhiem, Auslandstierschutz oder Züchter? Zu diesem Thema existieren die verschiedensten Meinungen und wahrscheinlich sind alle richtig. Hier musst du wirklich für dich entscheiden. Ich habe mich gegen das Tierheim entschieden, da ich dort auch niemals einen Hund bekommen hätte. Die Auflagen in Tierheimen  sind hier in Österreich sehr streng und als Single mit Vollzeit-Job ist es unmöglich ein Tier zu adoptieren! Ob das der richtige Ansatz bzw. eine Lösung ist, ist meiner Meinung nach fraglich. Der Auslandstierschutz ist eine tolle Sache, da es sich aber sehr oft um Angsthunde handelt, habe ich mich als Hunde-Neuling einfach nicht getraut einen Hund aus dem Ausland zu adoptieren. Vielleicht etwas feig, aber ich bin froh, Flummi gefunden zu haben und einen so tollen Hund an meiner Seite zu haben.

 

Was erwarte ich von meinem Hund?

Hier spielen zwei Faktoren zusammen: das Aussehen aber vor allem die Charaktereigenschaften. Wählt eine Hunderasse nie nach dem Aussehen allein. Ich hab mich davon komplett abgegrenzt und bin eigentlich nur nach den rassetypischen Charaktereigenschaften und der Größe gegangen. Darum hab ich jetzt auch Flummi: Der Labrador ist ein mittelgroßer Hund, der sportlich viel leisten kann, in meinem Fall auch mal Langstrecken-Wanderungen, der aber auch ein Hund ist, den ich unkompliziert überall hin mitnehmen kann.

 

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Hier nochmal Fragen die ihr euch stellen könnt, um herauszufinden welcher Hund zu euch passt:

✖️Was sind deine Hobbies?

✖️Wie verbringst du deine Freizeit?

✖️Bist du ein sportlicher oder eher gemütlicher Mensch?

✖️Lebst du in der Stadt oder am Land?

✖️Bist du oft unter vielen Menschen (Shopping-Center, U-Bahn, etc.)?

✖️Möchtest du in deiner Freizeit auch Hundekurse wie Agility oder Apportieren besuchen?

Vergleicht eure Antworten am besten mit Rasseporträts und sprecht auch gerne mit verschiedenen Züchtern oder Hundehaltern mit eurer favorisierten Rasse. Wichtig ist: Seid komplett ehrlich zu euch selbst – nur so werdet ihr ein starkes Team! Hier habe ich noch einen Blogartikel verfasst, der euch die Entscheidung etwas erleichtern soll! 😄

 

Zusätzliche Tipps als Überlegungen vor dem Hundekauf

Was ich euch vor der Anschaffung eines Hundes noch unbedingt empfehlen kann, ist der in Österreich vorgeschriebene Sachkundenachweis. In dieser Schulung lernst du innerhalb von drei Stunden alles über die wichtigsten Krankheiten und Parasiten, aber auch alles grundlegende über die verschiedenen Hunderassen! Dieser Kurs hat mich, obwohl ich viele Bücher gelesen habe, wirklich nochmal weiter gebracht.

 

Seid ihr schon Hundehalter und habt noch zusätzliche Tipps? Hinterlasst mir gerne ein Kommentar oder schreibt mir auf Instagram! 🖤

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