Läufigkeit beim Hund: So war Flummi’s erste Läufigkeit

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Wie ihr wahrscheinlich von Instagram und unserem Monatsrückblick wisst, war Flummi beinahe den ganzen August läufig. 3 Wochen um genau zu sein. Für mich war es ihre erste Läufigkeit, für Flummi hingegen schon die 3. oder gar 4. Läufigkeit. Wie es Flummi ergangen ist, möchte ich euch in diesem Blogbeitrag erzählen!

Läufigkeit beim Hund – So war es bei Flummi

Schon kurz vor ihrer Läufigkeit hatte ich so eine Ahnung.. Ich kannte Flummi zu diesem Zeitpunkt zwar noch nicht so gut, dennoch hatte ich so ein Gefühl. Wie sich einige Tage später herausstellte, war dieses Gefühl goldrichtig. Doch wie ist die Läufigkeit verlaufen? Flummi wurde zunächst sehr, sehr ruhig. Sie hat viel geschlafen und brauchte ganz viel Zuwendung. Für mich war das sehr überraschend, da sie ja besonders am Anfang, ein regelrechter Wirbelwind war!

Draußen war ihre Energie aber nach wie vor vorhanden: Ohne Leine konnte ich Flummi gar nicht mehr laufen lassen. Anfangs hatte ich zwar noch keine Bedenken bezüglich anderer Hunde, aber mein Problem war, dass Flummi jedes Kommando verlernt hatte, mitunter natürlich auch den Rückruf. Also blieb sie 3 Wochen lang an der Leine. Anfangs war sie ein bisschen frustriert, immerhin war sie von der Züchterin nur den Freilauf gewohnt, langsam fand sie es aber ganz normal und das Gassi-Gehen wurde wieder ruhiger. Wobei die Leinenführigkeit in dieser Zeit anfangs eine regelrechte Katastrophe war.

Neu war auch die Angewohnheit, alle 10 Meter zum Markieren stehen zu bleiben. Da bin ich schon froh, eine Hündin zu haben, die in normalen Umständen nur einmal pro Spaziergang pinkelt! 😉

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Das verflixte Höschen

Nach den ersten drei Tagen der Läufigkeit, war ich fix und fertig. Überall Blut! Flummi gehört nicht zu den reinlichen Hundedamen wie zum Beispiel Bailey, sie hat sich aus dem Ganzen gar nichts gemacht und es einfach „laufen lassen“. Wenn ich daheim gewesen wäre, wäre natürlich alles gut. Aber wie es so ist, ruft dennoch die Arbeit und Flummi war alleine zu Hause. Zum Glück gehöre ich nicht zu den perfektionistischen Typen und habe deshalb auch keinen Nervenzusammenbruch erlitten, als ich das Blut auch auf den ungewöhnlichsten Stellen entdeckte.

Was war also meine logische Schlussfolgerung? Ein Höschen muss her! Im Zoofachhandel vor dem Regal hatte ich dann aber Probleme: Was ist ein Schutzhöschen und was brauche ich? Soll ich nicht doch lieber die Einwegwindeln nehmen? Eine liebe Verkäuferin erklärte mir dann aber, dass die Windeln für inkontinente Hunde sind und die Schutzhöschen für läufige Hunde-Damen!

Flummi das Höschen anzuziehen war dann aber gar nicht mehr so leicht. Sie drehte sich wie ein Wirbelwind im Kreis und wollte einfach nicht stillhalten. Nach mehreren Tagen Übung, ließ sie es aber widerwillig über sich ergehen. Komischerweise leckte sie sich mit dem Höschen häufiger als ohne Höschen, was ich ziemlich merkwürdig fand..

Als ich einige Tage später auch noch einen tollen Blogbeitrag über Schutzhöschen und Läufigkeit gelesen habe, habe ich ihr das Höschen wieder ausgezogen und mich im aufwischen geübt! 😉 Ein Satz im Blogbeitrag hat mich nämlich zum Nachdenken gebracht: Wie soll sie denn lernen sich sauber zu halten, wenn ich ihr ein Höschen anziehe und sie nicht mal die Gelegenheit hat sich zu säubern. Diese Einstellung habe ich bis zum Ende ihrer Läufigkeit beibehalten. Das neue Hundebett hat zwar auch noch ein paar Flecken abbekommen, aber beim nächsten Mal weiß ich Bescheid und kann Flummi perfekt unterstützen! ❤️

Meine wichtigsten Learnings für die Läufigkeit beim Hund

🐾 Flummi braucht viel Schlaf und Ruhe

🐾 Mit einem läufigen Hund braucht man viel Geduld

🐾 Schwimmen sollte tabu sein, wegen möglicher Entzündungen

🐾 Leine ist ein MUSS, nicht nur wegen den Rüden, sondern auch weil Flummi keine Kommandos befolgten wollte

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Illustration von Aram & Abra!

Kastration wegen der Läufigkeit beim Hund

Ganz viele Bekannte haben mich gefragt, warum ich sie nicht kastrieren lasse, immerhin hätte ich dann dieses nervige Problem „Läufigkeit“ nicht. Solche Aussagen finde ich ehrlich gesagt ganz schlimm. Ich meine, Hunde werden zwei Mal pro Jahr läufig, manche öfter und manche seltener. Wir Frauen haben unsere Tage einmal im Monat! Darum finde ich es richtig schlimm zu sagen, „deine Hündin blutet, lass sie kastrieren!“. Die Blutung zweimal jährlich erscheint mir in menschlichen Verhältnissen gerade zu lächerlich. Besonders wenn man den Aufwand in Relation mit einer schwerwiegenden Operation sieht. Deshalb: Nein, ich weigere mich Flummi wegen ihrer Läufigkeit zu kastrieren.

Kastration wegen der Scheinträchtigkeit?

Anders ist das natürlich mit der Scheinträchtigkeit. Ich habe schon von vielen befreundeten Instagrammern gelesen, die ihre Hündinnen wegen zu starken „Nebenwirkungen“ der Scheinträchtigkeit kastrieren haben lassen. Das finde ich nicht schlimm, denn wenn der Hund leidet, sollte man ihm helfen. Ich habe zum Glück noch keinerlei Anzeichen von Scheinträchtigkeit bei Flummi entdeckt. Vielleicht haben wir Glück und sie läuft ganz unbemerkt ab.

Wie ist war das bei euch? Habt ihr Erfahrungen mit der Läufigkeit beim Hund? Ich freue mich über eure Kommentare und den einen oder anderen Tipp für’s nächste Mal!

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2 thoughts on “Läufigkeit beim Hund: So war Flummi’s erste Läufigkeit

  1. Momentan ist Leona gerade läufig. Wir haben Glück und sie wird nur einmal im Jahr läufig. Tagsüber lass ich sie ohne Höschen, denn es stresst sie ziemlich, wenn sie ihr Hinterteil nicht abschlecken kann, aber nachts bekommt sie es an. Dann schläft sie oft so tief, dass sie vergisst sich sauber zu machen. Sie schläft aber bei uns im Bett und ich mag die Blutflecken auf unserem Laken dann doch nicht. Da sie es aber morgens gleich ausgezogen bekommt, ist das ein guter Kompromiss.
    Liebe Grüße
    Auenländerin

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